Rezension zu Numbers: Den Tod im Blick von Rachel Ward

So sehr mich die Idee hinter der Geschichte von Numbers auch fasziniert hat, das Endergebnis hat mich nur mäßig begeistern können.

Rachel Wards Schreibstil ist recht angenehm zu lesen, nicht allzu anspruchsvoll und alles in allem ziemlich flüssig zu lesen, gutes, solides Mittelmaß also. Die Erzählperspektive, die. Die Autorin gewählt hat, hat mich hingegen nicht ganz so überzeugt, denn auch wenn ich Ich-Erzählungen normalerweise sehr angenehm finde, war es mir hier einfach etwas zu viel des Guten, denn so wirklich sympathisch fand ich Protagonistin Jem nicht.

Generell sind Wards Charaktere in diesem Buch nicht unbedingt meine Lieblinge. Von der Konstruktion her sind sie zwar durchaus überzeugend, ihre Motive und Handlungen realistisch und angemessen im Vergleich zu dem, was bisher so mit ihnen passiert ist, bzw. im Laufe der Geschichte mit ihnen passiert, aber sie waren mir einfach nicht sympathisch, zu düster und teils depressiv waren mir ihre Stimmungen.

Überhaupt liegt über dieser gesamten Geschichte eine gewisse düstere, teils regelrecht erdrückende Atmosphäre, die beim behandelten Thema zwar durchaus verständlich und auch angemessen ist, mir aber zu oft ins depressive abgedriftet ist. Mit einer gewissen Schwermütigkeit kann ich bei Büchern gut leben, gerade wenn es zum Thema der Geschichte passt, aber Numbers hat mich regelrecht runter gezogen und das war mir dann doch zu viel des Guten.

Dazu kam, dass die Story, die zu Beginn eigentlich wirklich spannend war, sehr schnell nachgelassen hat und eigentlich nur noch zwischen etwas nervtötendem Hin und Her zwischen Jem und Spinne bestand sowie Jems Gegrübelt, ob sich an den Zahlen, die sie sieht, eigentlich irgendetwas ändern lässt. Zum Ende hin ist zwar noch mal deutlich Spannung aufgekommen, dazwischen ist die Geschichte allerdings nur sachte vor sich hin geplänkelt.

Alles in allem ist Rachel Wards Debütroman “Numbers” daher leider nicht so wirklich mein Fall gewesen, auch wenn die Grüundidee wirklich gut ist. Vielleicht lese ich ja noch den zweiten Band, denn da dieser einen anderen Protagonisten haben wird, kann ich mir gut vorstellen, dass ich nicht mehr so große Probleme damit haben werde.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Numbers: Den Tod im Blick von Rachel Ward”

  1. Hallo, gebe dir mit der Spannung recht… es zieht sich… und trotz super Auftagt wird man entäuscht…

  2. Hallo, ich stimme dir da nicht so zu, das buch hat einfach alles was ein gutes buch haben muss. Spannung , eine gute Story und einen echt guten Schreibstil.

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