Rezension zu Berühre meine Seele von Rachel Vincent

Und weiter geht’s mit Rachel Vincents Geschichte von Banshees und Co… Mittlerweile bei Band 5 (von insgesamt sieben wenn ich mich nicht irre) angelangt, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr so ganz, was ich von der ganzen Geschichte wirklich halten soll. Serien sind für mich sowieso immer so eine Sache. Mal ganz abgesehen davon, dass ich den aktuellen Trilogie-Wahn im Jugendbuchbereich einfach nur nervtötend finde, muss eine Serie schon wirklich gut und durchgehend spannend sein, damit ich nicht nach zwei Bänden aufgebe. Und die „Soul Screamers“-Serie war leider eben nicht immer gut sondern im Gegenteil eher ziemlich holprig und wenig konstant, was die Qualität der einzelnen Bände angeht. Daher war meine Vorfreude auf Band fünf auch nur mäßig.

Allerdings hat sich das Ganze dann widererwarten als doch ziemlich gut herausgestellt. Das lag vor allem an Kaylee mit der ich vorher hauptsächlich aus einem Grund ziemliche Schwierigkeiten hatte: wegen ihres doch ziemlich kindischen Verhaltens. Mit „Berühre meine Seele“ kommt die Geschichte aber zum Glück endlich an dem Punkt an, an dem Kaylee erwachsen wird – und zwar ziemlich eindrucksvoll. So gibt es in Band fünf der Serie dann auch wieder jede Menge Probleme, mit denen Kaylee zu kämpfen hat, und diesmal scheinen sie sogar noch ein Stückchen schwieriger zu sein, als alles, was sich der jungen Banshee vorher so in den Weg gestellt hat. Das perfekte Szenario also, damit Vincents Protagonistin unter Beweis stellen kann, dass sie ihre Probleme auch auf reifere und erwachsenere Art angehen kann als zuvor.

Die Handlung selbst hat mich – wie eigentlich bei fast allen vorherigen Bänden – erneut überzeugen können. Allein Rachel Vincents vielfältiges Mythenkonstrukt mit all den fantastischen Wesen, die sich rund um das Thema Tod scharren, ist schon wahnsinnig faszinierend und wirkt auch im fünften Teil der Serie noch frisch und innovativ, nicht zuletzt deswegen, weil die Autorin immer wieder neue Figuren und Wesen einführt und weitere mythologische Geschichtsschnipsel enthüllt. Für Mythenfans wie mich lohnt es sich daher schon allein deswegen bei dieser Serie am Ball zu bleiben, auch wenn die Charaktere bzw. ihr immer wiedermal nervig kindisches Verhalten den Lesespaß bislang leider etwas gedämpft haben. Ein Problem, das aber – wie bereits ja schon gesagt – in diesem Band endlich, endlich ein Ende nimmt.

Zwar gibt es nach wie vor Verbesserungspotential bei den Charakteren, gerade auf Ebene der Nebenfiguren, aber das Hauptproblem, das ich bislang mit Kaylee und Co. hatte, hat die Autorin erfolgreich angegangen, wofür die Geschichte der „Soul Screamers“ alles in allem 4,5 Sterne von mir bekommt. Denn nach diesem Band habe ich dann doch wieder richtig Lust darauf auch die weiteren Bände zu lesen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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