Rezension zu Die Runen der Macht: Der verfluchte Prinz von Philippa Ballantine

„Die Runen der Macht: Der verfluchte Prinz“ ist ein wirklich spannender High Fantasy Roman, der mich allein durch die interessanten Konzepte, die Autorin Philippa Ballantine in ihre hier geschaffene Welt eingebaut hat, begeistert hat. Die enge Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der der Geister/Dämonen sowie die im Grunde ja wie eine Kirche bzw. ein christlicher Orden strukturierte Gruppe von Magiern, die diese Wesen bekämpfen, fand ich einfach faszinierend und interessant.

Dazu kommt, dass Ballantines Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen ist und man sich die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, schon nach wenigen Sätzen sehr gut bildlich vorstellen kann – bzw. man bekommt ein sehr gutes Gefühl für die vorherrschende Atmosphäre, denn von der Welt an sich erfährt man nicht ganz so viel, da es hier auch nicht, wie ja in vielen anderen High Fantasy Werken, weite Reisen von A über B und C nach D und mit einem Umweg über E und F wieder zurück gibt, sondern die Handlung hauptsächlich an zwei Orten und dem doch relativ kurzen Weg dazwischen spielt. Aber man bekommt eben ein gutes Gefühl für die Welt und die Gesellschaft dieser Welt, für die verschiedenen Machtstrukturen, etc. und das macht es doch sehr interessant dieses Buch zu lesen.

Am meisten Spaß hatte ich jedoch an den Charakteren. Davon gibt es drei, aus deren Sicht erzählt wird, die beiden Magier Sorcha und Merrick – sie mit Ende 30 eine Legende als stärkste aktive Magierin des Ordens, er mit Anfang 20 noch völlig unerfahren aber ebenfalls ausgesprochen mächtig –, und Raed Rossin, Sohn des gestürzten Kaisers, im ganzen Kaiserreich gesucht und durch einen Generationen alten Fluch enger an die Geisterwelt gebunden, als jedes andere Lebewesen auf Erden. Die drei sind absolut unterschiedlich, geraten ständig aneinander und ergänzen sich doch absolut perfekt – auch wenn sie sich das gerade zu Beginn beim besten Willen nicht eingestehen wollen.

Gerade die große Individualität und das Facettenreichtum, mit denen die Autorin dieses ganze Buch gestaltet hat und die man den drei so unterschiedlichen und doch allesamt wahnsinnig sympathischen Protagonisten besonders anmerkt, haben „Die Runen der Macht: Der verfluchte Prinz“ für mich zu einem wirklichen Lesevergnügen gemacht. Ganz reibungslos verlief die Sache zwar nicht und besonders zur Welt hätte ich mir mehr Details gewünscht, aber für einen Serienauftakt ist dieser Roman überaus gelungen und spannend und fesselnd zu lesen.

Alles in allem daher eine dicke Empfehlung für „Die Runen der Macht: Der verfluchte Prinz“ an alle High Fantasy Fans, ich zumindest hatte großen Spaß an dem Buch und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung „Die Runen der Macht: Göttliche Rache“, die wohl kommenden Februar erscheinen wird.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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