Rezension zu Guardians of Secret Powers: Das Siegel des Teufels von Peter Freund

Peter Freund - Guardians of Secret Powers: Das Siegel des TeufelsLovelyBooks - In dein Regal stellenPeter Freund – Guardians of Secret Powers: Das Siegel des Teufels
 
Verlag: cbj
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 608
ISBN: 978-3570153796
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie Guardians of Secret Powers“
 
 

Eine aufregende Fantasy-Jagd mitten durch die Großstadt Berlin
Ausgerechnet am Abend ihres 15. Geburtstags wird Nele mitten in der Stadt bedroht. Eine Gruppe gespenstischer Gestalten tritt aus dem Dunkel ihrer Straße. Doch gerade als die Angreifer sie attackieren wollen, wird Nele von fünf Jugendlichen gerettet, die in seltsame schwarze Gewänder gehüllt sind und auf fliegenden Fahrrädern durch die Nacht jagen. Ihr Anführer Taha, dessen smaragdgrüne Augen einen unwiderstehlichen Sog auf Nele ausüben, erklärt ihr, dass sie eine von ihnen ist: ein Guardian of Secret Powers. Auserkoren, mit den anderen Jugendlichen gegen die Fantome der Finsternis zu kämpfen, die sich unerkannt unter den Menschen bewegen und die Erde zurückerobern wollen. Während Nele im Kampf gegen die Finsternis und in ihren ureigenen magischen Begabungen geschult wird, schmieden die Meister der Dunkelheit ihre teuflischen Pläne …

 
 
Meinung:
 
Ich habe vor Jahren, als der erste Band erschien, einmal Peter Freunds Aventerra Serie angefangen, das hat sich allerdings nach den ersten drei Bänden oder so im Sande verlaufen. Nicht, weil die Bücher schlecht waren, sondern weil es eine dieser Serien war, die ich in einem Alter gelesen habe, in dem ich irgendwann den Punkt erreicht habe, an dem ich einfach das Gefühl hatte, aus der Geschichte herausgewachsen zu sein.

Da mir die Geschichte und der Erzähl- und Schreibstil des Autors an sich aber wirklich gut gefallen hat, dachte ich, gebe ich dem Autor mit „Guardians of Secret Power: Das Siegel des Teufels“ noch einmal eine neue Chance. Die Idee hinter diesem neuen Roman und Serienauftakt zumindest klang schon mal sehr viel versprechend: Monster in Berlin und eine Gruppe Jugendlicher, die es sich zu ihrer Aufgabe gemacht hat, die Welt zu retten.

Bei den Monstern handelt es sich um die Fantome der Finsternis, die nur von den Illumini, Menschen mit besonderen Fähigkeiten, bekämpft werden können, um so die Norpel, die normalen Menschen, vor ihnen zu beschützen. Ähm ja, zugegebener Maßen, die Bezeichnungen haben mich doch das eine oder andere Mal dazu gebracht laut zu lachen, weil sie stellenweise doch sehr seltsam klingen.

Gleichzeitig waren es auch gerade diese Begriffe und die Vielzahl an Namen, die, vor allem zu Beginn der Geschichte, eine ziemliche Herausforderung dargestellt haben. So fehlten mir zu vielen dieser Begriffe ersteinmal die Erklärungen und es tauchen wahnsinnig viele Namen auf, bei denen sich nur schwer einschätzen lässt, ob sie jetzt für die Handlung relevant sind oder man sie doch direkt wieder vergessen kann.

Mit der Geschichte an sich hatte ich zugegebenermaßen auch so meine Probleme. So fängt sie zwar wirklich spannend an, dann folgt allerdings erst einmal ein längerer, recht zäher Abschnitt, der das Tempo und die Spannung der ersten Seiten recht schnell wieder zunichte macht. Auch die vielen, oft ruckartigen Perspektivwechsel haben mich immer wieder aus der Geschichte gerissen, auch weil mir nicht alle Figuren wirklich sympathisch waren.

So ist Protagonistin Nele zwar nicht unsympathisch aber in vielerlei Hinsicht einfach grenzenlos klischeehaft. Das fängt mit ihrer Leichtgläubigkeit in Sachen Illumini, etc. an und erstreckt sich über die völlig übertrieben schlechte Beziehung zu ihren Eltern bis hin zur Prophezeiung, die doch tatsächlich über sie gemacht wurde… Alles in allem wirkt das beim Lesen ein wenig, als hätte der Autor sich die beliebtesten Eigenschaften von Helden und Heldinnen der neueren Jugendliteratur rausgesucht und die Top10 oder so auf seine Heldin angewandt.

Auch die anderen Figuren konnten mich leider oft nicht überzeugen, was zum einen daran lag, dass sie einfach farblos bleiben und zum anderen daran, dass ihr Verhalten oftmals vor Logikfehlern nur so strotzte. So wirken nicht nur die Handlungen sondern auch die Dialoge oftmals sehr künstlich und gestellt und haben sich vom Sinn her auch nicht immer so ganz erschlossen. Schade.

Einen Lieblingscharakter habe ich aber trotzdem: Die Stadt Berlin. Widersinnigerweise ist das nämlich tatsächlich das einzige Element im Buch, dem der Autor wirklich Leben einzuhauchen vermag, das er lebendig werden und einen ganz eigenen Charakter entwickeln lässt.

So gut ich die Idee hinter „Guardians of Secret Power: Das Siegel des Teufels“ auch fand, leider hat es bei er Umsetzung an mehr als einer Stelle gehapert und auch wenn ich zwischendurch immer wieder Spaß an der Geschichte hatte und sie zwischendurch auch wirklich fesselnd war, ist der Eindruck, der rückblickend geblieben ist, alles in allem doch ein eher negativer, vor allem aber ein enttäuschter. Wirklich sehr schade.
 
 


 
 
Mit herzlichem Dank an den cbj Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
cbj
 
 
3 Sterne - Okay

 
 
Der Autor
 
Peter Freund ist seit 1980 in der Film- und Fernsehbranche tätig und lebt und arbeitet in Berlin. Schon seit Ende der 80er-Jahre hat er neben Drehbüchern für Filme und Serien immer wieder auch Romane und Geschichten geschrieben und veröffentlicht. Sein bisher größter Erfolg ist die »Laura Leander«-Reihe, die Kinder wie Erwachsene begeistert, die Bestsellerlisten stürmt, in neunzehn Sprachen übersetzt und in zweiundzwanzig Ländern weltweit veröffentlicht wurde.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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