Rezension zu Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness und Siobhan Dowd

Dieses Buch geht wirklich unter die Haut. Es erzählt eine Geschichte vom Verlust eines geliebten Menschen und vom Schmerz, der damit einhergeht. Und das auf absolut wunderschöne und zugleich einfach nur tieftraurige Weise und so berührend, dass bei dieser Lektüre wohl kaum ein Auge trocken bleiben wird.

Dabei war ich mir erst gar nicht sicher, ob ich das Buch überhaupt lesen sollte. Nach etlichen großartigen Besprechungen zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ war meine größte Befürchtung, dass meine Erwartungen dem Buch gegenüber einfach zu hoch sein könnten und möglicherweise enttäuscht werden könnten. Doch glücklicherweise war diese Sorge wirklich völlig umsonst, denn das Buch ist tatsächlich genau so gut, wie es all die Rezensionen vermuten ließen.

Die Anzahl an Figuren in diesem Buch bleibt überschaubar, was bei den gerade mal etwas über 200 Seiten auch sehr gut ist. Die Charaktere, die hier jedoch auftreten, besonders natürlich der junge Connor und das Monster Leben sind sehr gut gelungen, greifbar und realistisch, und gerade der junge Protagonist wächst einem schnell ans Herz. Durch den eingeschränkten Figurenkreis entwickeln die vorhandenen Figuren eine große Tiefe, die sehr viel zur Eindringlichkeit der Geschichte beiträgt.

Und ein besonderes Lob verdienen definitiv noch die Illustrationen. Fast hätte ich mir die reine Textausgabe gekauft, die kürzlich im Goldmann Verlag erschienen ist (*KLICK*), doch das wäre eindeutig ein riesiger Verlust gewesen. Denn die düsteren aber wunderschönen und sehr stimmungsvollen Illustrationen von Jim Kay stützen und tragen die Geschichte, machen sie noch eindringlicher und anschaulicher.

Alles in allem lässt sich zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ definitiv sagen, dass es sich hier um ein absolut zeitloses, sehr berührendes und ergreifendes Buch, das ich nur allen Lesern ans Herz legen kann.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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