Rezension zu Meeresflüstern von Patricia Schröder

Patricia Schröder - MeeresflüsternAdd on GoodReadsPatricia Schröder – Meeresflüstern

Verlag: Coppenrath
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 416
ISBN: 978-3649603191

[mygenres]

Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Und sie beginnt zu ahnen, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit den dunklen Legenden der Kanalinseln verknüpft ist.

Meinung:

Ein neues Leben auf Guernsey, einer der britischen Kanalinseln, wer würde sich da nicht drüber freuen? Nun, Elodie jedenfalls ist nicht wirklich begeistert, Schuld daran ist nicht zuletzt ihre Wasserphobie. Diese Phobie ist gleichzeitig auch das, was Elodie für mich wirklich sympathisch gemacht hat. Leider war das auch schon mit das einzige, was ich wirklich interessant an ihr fand.
Zwar sind Schröders Charaktere allesamt recht sympathisch und größtenteils wirklich gut ausgearbeitet, es ist mir trotzdem schwer gefallen, mich wirklich mit ihnen zu identifizieren. Besonders schwierig war das für mich, wie bereits gesagt, bei Elodie, was nicht zuletzt daran lag, dass sie der von mir verhassten „Instant-Liebe“ zum Opfer gefallen ist. Es tut mir Leid, aber ich bin sowieso kein besonders großer Fan von Romanzen und wenn diese dann auch noch völlig verkitscht sind und solche Sätze auftauchen wie „Es war unvernünftig, hirnrissig, unlogisch, aber: Ich liebte Gordian. Dass ich ihn kaum kannte, zählte nicht. Ich wollte nie wieder ohne ihn sein.“, dann nimmt mir das leider wirklich den Spaß an der Geschichte, da mag die Idee noch so interessant sein.
Und Schröders Idee ist schon sehr interessant, besonders begeistert hat mich, dass hier endlich mal nicht die typische Nixe oder Sirene die Hauptrolle spielt, sondern ein männliches Wasserwesen und die Idee dahinter ist auch noch sehr faszinierend. Auch die Ideen hinter den Charakteren sind recht faszinierend, wie z.B. Elodies Angst vor Wasser oder das Tourette-Syndrom, unter dem eines der anderen Inselkinder leidet.
Aber genau wie die Charaktere alle zwar äußerlich ausgesprochen attraktiv und auf den ersten Blick auch recht interessant sind (was an sich schon etwas irritiert), dafür aber oftmals ein wenig Tiefe vermissen lassen oder schlichtweg überflüssig erscheinen, ist die Idee der Geschichte zwar gut und der Schreibstil angenehm zu lesen, leider hatte ich aber ernsthafte Probleme in die Geschichte einzutauchen, denn gerade am Anfang schleichen sich einige Bandwurmsätze ein, es kommen Handlungstränge auf, die nicht wirklich weitergeführt werden und Spannung baut sich erst sehr spät auf und wird dann auch nicht konstant aufrecht erhalten.
Trotzallem ist das Buch interessant und ganz gut zu lesen, auch wenn man an vielen Stellen merkt, dass es sich wirklich an ein jüngeres Publikum richtet.

Fazit:

Ein Buch, dessen Protagonistin mich leider nicht in ihren Bann ziehen konnte, das aber bestimmt ein echtes Highlight für junge Leser ist, die Bücher mit „Liebe auf den ersten Blick“-Charakter mögen.

Das Cover:

Der erste Gedanke, der mir beim Anblick dieses Cover durch den Kopf schoss, war: „Typisch Deutsch“. Das ist jetzt nichts negatives, denn an sich finde ich das Cover eigentlich ganz schön, auch wenn es mir etwas zu glitzrig ist, es ist nur einfach so durch den Kopf geschossen.

Mit herzlichem Dank an den Coppenrath Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
VERLAG

3 Sterne - Okay

Die Autorin

1960 in der Wesermarsch geboren, wohnte viele Jahre in Düsseldorf. Sie studierte Textildesign und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Als ihre Kinder zur Welt kamen, zog sie mit ihrer Familie und einem großen Korb voller Katzen ans Meer zurück. Die Weite und die Ruhe der nordfriesischen Kooglandschaft beflügelten ihre Fantasie und sie fing an zu schreiben. Inzwischen gehört sie zu den erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren und ihre Romane wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt.
Die Nähe zum Meer und ihre Reisen auf die Kanalinseln inspirierten sie zu Elodies und Gordians Geschichte.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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6 Kommentare zu “Rezension zu Meeresflüstern von Patricia Schröder”

  1. Ich liebe dieses Buch und ich finde, man konnte sich sehr gut in Elodie hineinversetzen.Und ich würde sehr gerne noch ein zweites Buch zu der Geschichte lesen, denn ich finde sie hatte kein richtiges Ende.Denn Elodie ist zwar mit ihrer großen Liebe zusammengekommen, aber man weiß nicht was Cyril jetzt ist oder wie sie jetzt mit Gordian weiterlebt.
    Meiner Meinung nach müsste es wirklich noch weitergehen!!!!!;-)!
    Und ich könnte mir auch gut einen Film zu dieser Geschichte vorstellen!!!!
    Also alle, die meiner Meinung sind, hofft mit mir, dass Patricia noch weiterschreibt!!!!!!

    1. ach, könnte mir vllt. noch jemand sagen wann dieses Buch geschrieben wurde???
      Wäre sehr nett!!!

  2. Ich habe genau so gedacht. Langwieriger Anfang ohne spannung und ein depressives Mädchen das sich nicht aufmuntern lassen will. Dann diese hoppla hopp love story. Jedoch ist genau das was störte immer mehr das was zählt. Die Liebe zu gordy ist so intensiv das selbst ICH mich bedingungslos in ihn verliebt habe :D.
    Er ist zwar zu perfekt aber er liebt dich als Leserin weil du irgendwann denkst du bist die die er so anhimmelt. Ich fühle mich genauso verletzt und habe genauso Verlustangste wie Elodie bei Gordy. Es ist mit jedem Wort mitreissender !
    Lesenswert !!

    1. Naja, Liebesgeschichten sind nun nicht so wirklich mein Ding, besonders nicht solche, in denen allzu viel angehimmelt wird XD

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