Rezension zu Zum Teufelchen mit dir von Patricia Eimer

Also ganz ehrlich, dieser Titel geht einfach gar nicht. „Zum Teufelchen mit dir“, das klingt schlicht und ergreifend absolut lächerlich. Und während dieses Buch von Patricia Eimer durchaus witzig und unterhaltsam ist, es ist nicht lächerlich. Aber gut, wäre ja nicht das erste Mal, das Titel und Buch nicht zusammen passen…

Ich fand „Zum Teufelchen mit dir“ einfach herrlich. Im Zentrum der Geschichte steht eine Familie, die aus teilweise doch ziemlich durchgeknallten Charakteren besteht, deren Gruppendynamik allein reicht, um sie von einer Katastrophe in die nächste zu stürzen. Dadurch, dass aber auch noch äußere Kräfte ihren Teil beitragen, wird das Chaos perfekt.

Da ist Faith, die Protagonistin und Erzählerin der Geschichte, jüngste Tochter des Teufels und Krankenschwester auf der Kinderstation – eigentlich eine viel zu mitfühlende und freundliche Person, dafür dass sie eine Halbdämonin und Prinzessin der Hölle ist.

Dann gibt es ihre Schwester Hope, die kurzerhand aus dem Geheimkult geflogen ist, den sie leiten sollte und deren dämonischer Ehemann plötzlich hinaufgefallen ist (den so wie Engel hinabfallen können, können Dämonen natürlich auch hinauffallen ;-)) sowie ihren Halbbruder Tolliver, Sohn Liliths, Kronprinz der Hölle und fürchterliche Nervensäge sowie prädestiniert dafür ständig irgendwelchen Mist zu bauen, wie zum Beispiel Faiths beste Freundin und Mitbewohnerin Lisa unerlaubterweise in einen Succubus zu verwandeln.

Und natürlich der Vater der drei: Lucifer, der Teufel höchstpersönlich. An seiner Seite Faiths und Hopes Mutter, eine wirklich schräge Person, deren ständige On-Off-Beziehung mit dem Teufel ihren beiden Töchtern gehörig auf den Geist geht. Ach ja, und natürlich ist da noch Faiths Onkel, das Alpha zum Omega ihres Vaters, und ihr Cousin J.

Diese Familie allein reicht für eine mehr als explosive Mischung, denn Streits sind hier quasi an der Tagesordnung und wenn des Teufels Familie in Rage gerät, kann es auch mal zu spontanen Schnee- und Hagelschauern kommen. Kein Wunder also, dass Faith alles andere als erfreut ist, als sich ihre gesamte Familie kurzerhand in ihrem Appartementgebäude einquartiert und damit ihren wohlverdienten Urlaub ruiniert.

Als Faith dann auch noch feststellen muss, dass ihr sexy Nachbar einen doch recht unerwarteten familiären Hintergrund hat und jemand versucht ihr ihre dämonischen Kräfte zu rauben, ist der Grundstein für eine rasante Geschichte voller teuflischer Familientreffen, verrückter Mysterien und magischer Romanzen gelegt.

Alles in allem ist „Zum Teufelchen mit dir“ von Patricia Eimer einfach total unterhaltsam. Die Geschichte strotzt nur so vor schräger Ideen und Konzepte und hat so herrlich schrullig-liebenswerte Charaktere, dass man einfach Spaß hat am Lesen. Die Geschichte ist vielleicht weder besonders lang noch allzu tief, aber genau das Richtige für alle Fans humorvoller Urban Fantasy, die ein kurzweiliges Lesevergnügen für zwischendurch suchen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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