Rezension zu Jack Morrow und das Grab der Zeit von Niel Bushnell

Mit dem Auftakt seiner Jack Morrow Serie hat Autor Niel Bushnell ein wirklich packendes Zeitreiseabenteuer für Leser ab 12 Jahren geschaffen. Dabei dürfte die Geschichte nicht nur Jungs sondern auch Mädels begeistern und ist durchaus auch etwas für ältere Leseratten.

Im Zentrum der Geschichte steht Jack, ein Zwölfjähriger, mit dem das Schicksal es in seinem kurzen Leben bislang alles andere als gut gemeint hat. Schon vor fünf Jahren hat er seine Mutter verloren, sein Vater ist im Gefängnis gelandet und Jack soll zu seiner Tante ziehen. Doch dann passiert etwas unglaubliches und Jack landet in der Vergangenheit, wo ein riesiges Abenteuer auf ihn und den Leser wartet.

Jack selbst ist dabei ein sehr sympathischer Protagonist, mit dem man schnell warm wird und der einem auch leicht ans Herz wächst. Er ist ein freundlicher Junge und so ganz anders als der unerwartete Reisebegleiter, den er im Jahr 1940 trift: Sein eigener Großvater, damals selbst nicht viel älter als Jack. Die beiden Jungs könnten gegensätzlicher kaum sein, denn wo Jack freundlich, schüchtern und wohlerzogen ist, fällt Davey vor allem durch seine große Klappe auf, hinter der im Ernstfall allerdings oftmals nicht allzu viel dahinter steckt.

Als Hauptfiguren komplementieren sich die Beiden ganz hervorragend und sorgen für eine Balance, die es dem Leser leicht macht, sich mit den zwei Jungs ins Abenteuer fallen zu lassen. Allerdings hatte ich zwischendurch das eine oder andere Problem mit den Schwerpunkten, die der Autor beim Erzählen seiner Geschichte setzt. Manches mal rücken eigentlich unwichtige Dinge im Vergleich zu den wichtigeren Elementen zu sehr in den Vordergrund, ein Problem, das sich hoffentlich im nächsten Band legen wird.

Alles in allem ist „Jack Morrow und das Grab der Zeit“ eine spannende, abenteuerreiche Zeitreisegeschichte, die zwar hier und da noch etwas holprig ist, insgesamt jedoch sehr großes Potenzial hat und sehr viel Spaß macht. Daher eine dicke Leseempfehlung!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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