Rezension zu Paris ist immer eine gute Idee von Nicolas Barreau

Nicolas Barreaus „Paris ist immer eine gute Idee“ ist mein erster Roman des Autors gewesen und ich muss zugeben, so richtig überzeugen konnte er mich nicht. Dabei schafft es der Autor schon auf den ersten Seiten eine wahnsinnig tolle, romantische Atmosphäre und man fühlt sich beim Lesen, als säße man in einem kleinen Pariser Straßencafe. Gleichzeitig ist die ganze Geschichte aber auch sehr seicht, ziemlich fluffig und einfach nicht so wirklich meins gewesen.

Die Geschichte rund um die Pariser Papeterie-Besitzerin Rosalie Laurent, den Autor Max Marchais und den New Yorker Literaturprofessor Robert Sherman ist leicht und unterhaltsam, kann aber weniger mit der Handlung als viel mehr der schon erwähnten Atmosphäre überzeugen. Als Robert sich die Worte seiner verstorbenen Mutter zu Herzen nimmt – „Paris ist immer eine gute Idee“ – und zum Urlaub in die französische Hauptstadt aufbricht, stolpert er in Rosalies Laden über das von ihr illustrierte und von Max geschriebene Buch „Der blaue Tiger“ und ist entsetzt, denn diese Geschichte gehört eindeutig ihm, immerhin hat seine Mutter sie ihm geschenkt.

Worauf die ganze Geschichte hinausläuft und wie die Lösung zu dem Rätsel, vor dem die Charaktere nach Roberts Auftauchen stehen, aussieht, ist eigentlich schon nach den ersten Seiten klar und auch wenn die Figuren durchaus sympathisch waren und die Atmosphäre wirklich zauberhaft, das reicht eben doch nicht aus, um die Geschichte zu tragen, dafür gibt einfach zu wenig Spannung, zu wenig wirkliche Handlung.

Alles in allem ist „Paris ist immer eine gute Idee“ von Nicolas Barreau ein locker-leichter Unterhaltungsroman mit etwas zu seichter und schwacher Handlung, die leider auch durch die zauberhafte Atmosphäre nicht ausgeglichen werden kann. Schade, aber für mich war es dann doch zu flach!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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