Rezension zu Donnerwetter von Nicola Förg

Im Lechsee im Allgäu wird eine Wasserleiche gefunden. Dieser Fund macht Kommissar Weinzierl einen Strich durch seinen freien Sonntag. Schnell stellt sich heraus, dass der Tote unter einem falschen Namen reiste. Die Spuren führen Weinzierl und seine Kollegin Evi Straßgütl auf den Auerberg, in die Welt von seriösen Wissenschaftler, Esoterikern und selbst ernannten Experten. Für manche von ihnen ist der Auerberg ein keltische Heiligtum, für die Anderen eine römische Siedlung. Hatte der Ermordete eventuell eine Entdeckung gemacht, die eine der Thesen festigen würde? Ein Thema in das sich Weinzierl erst einarbeiten muss.

Wer die anderen Bücher von Nicola Förg kennt, wird am Ende der Geschichte eine leise Enttäuschung verspüren. Die Story ist nicht so witzig, spannend und unterhaltsam, wie man das von Nicola Förg kennt. Sie entwickelt sich zäh und langweilig, gespickt mit seitenlangen Erklärungen zur römischen und keltischen Geschichte, nur die liebevollen Beschreibungen der Allgäuer Landschaft entschädigen etwas. Es fehlt ein logischer Aufbau und Spannung will auch keine rechte aufkommen. Die Ermittlungsmethoden sind mehr als fragwürdig, aber wohl ernst gemeint und am Ende bleiben jede Menge offene Fragen. Auch die bisher bekannten und beliebten Protagonisten kommen diesmal kaum zum Zuge. Schade, das trübt doch die Vorfreude auf eine eventuelle Fortsetzung der Reihe.

 

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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