Rezension zu Kontrollpunkt von Myke Cole

Dieses Buch ist hauptsächlich in meinem Regal gelandet, weil ich dachte, ein bisschen Abwechslung könnte doch auch mal ganz nett sein und Military-Fantasy ist mir bisher noch so gar nicht über den Weg gelaufen, warum also nicht? Naja, es war eben ein Versuch und das Buch auch ganz interessant aber so richtig begeistern konnte es mich dann doch auch nicht.

Die Welt, in der die Spezialeinheit Shadow-Ops agiert, ist kurz davor in heillosem Chaos zu versinken, denn immer mehr Menschen entwickeln plötzlich magische Fähigkeiten – und Stellen damit natürlich bei weitem nicht nur Gutes an. Deshalb hat die Regierung die Nutzung von Magie auch stark reglementiert und so befindet sich Lieutenant Oscar Britton auch gerade auf einem Einsatz, bei dem es um zwei Teenager geht, die unerlaubt mit Magie hantiert haben, als der Leser ihn kennen lernt.

Und von Anfang an ist klar, dass das Regierungssystem in dieser Welt nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist, denn auch den Lieutenant selbst beschleichen so langsam erste Zweifel, die sich nur noch vertiefen, als er plötzlich selbst magische Kräfte entwickelt und bei den Shadow Ops landet, die zum Kampfeinsatz in eine Parallelwelt voller Magie und magischer Wesen geschickt werden – denn was soll man schon mit so einer schicken neuen Welt machen, außer sie mit Gewalt zu erobern?

In diesem Auftakt zu Myke Coles Military Fantasy Serie geht es erst einmal darum, dass dem Leser die Grundlagen der Welt und des Militärs nahegebracht werden. So wird jedes Kapitel eingeleitet durch ein Medienzitat, Aussagen irgendwelcher Politiker oder ähnliche Dinge, wodurch man als Leser schnell ein Gefühl für Struktur und Stimmung dieser Welt bekommt. Auch durch die Figur des Lieutenants und dessen Gedanken erhält der Leser interessante Einblicke.

Handlungstechnisch passiert allerdings erst einmal nicht viel. Denn der Fokus liegt in „Kontrollpunkt“ eindeutig erst einmal auf der Ausbildung, die Oscar Britton nach der Entdeckung seiner magischen Kräfte durchlaufen muss. Dadurch bekommt der Leser zwar einen hervorragenden Einblick in die Struktur des Militärs rund um die Shadow Ops (ist das in Wirklichkeit eigentlich auch so klischeehaft wie in diesem Buch oder in gewissen amerikanischen Fernsehserien?) und auch Action wird einem nicht zu knapp geboten, aber die tatsächliche Handlung hält sich dann doch etwas in Grenzen.

Alles in allem fand ich „Kontrollpunkt“ ganz amüsant, es ist gut geschrieben und nicht langweilig, aber ich musste einfach feststellen, dass es doch nicht so wirklich meine Thematik ist. Trotzdem, wer Lust hat, mal andere Fantasy auszuprobieren, für den ist dieses Buch durchaus empfehlenswert.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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