Rezension zu Gray Kiss von Michelle Rowen

Nach „Dark Kiss“ ist „Gray Kiss“ der zweite und gleichzeitig auch letzte Band von Michelle Rowens Dilogie „Nightwatchers“ – endlich einmal keine Trilogie, alleine das hat schon einen dicken Pluspunkt verdient. Aber nicht nur dieser rein formelle Aspekt hat mir an „Dark Kiss“ gut gefallen, wäre das der Fall gewesen, wäre das doch ziemlich traurig gewesen, nachdem mir der erste Teil doch eigentlich so gut gefallen hat.

Dabei hielt sich meine Begeisterung erst einmal doch ziemlich in Grenzen. Denn das erste Drittel des Buchs ist dann doch relativ zäh, die wenige Spannung, die aufkommt, flacht dann auch relativ schnell wieder ab und überhaupt hatte ich einfach etwas Schwierigkeiten ins Geschehen zurück zu finden, was wohl auch nicht zuletzt daran lag, dass ich mit Sam immer noch nicht wirklich warm geworden bin.

Die letzten zwei Drittel jedoch sind wirklich spannend. Hier bringt die Autorin nicht nur eine ganze Reihe überraschender Wendungen ein, sondern legt auch wieder ein ziemlich rasantes Tempo an den Tag, sodass mir als Leser wirklich schwer gefallen ist, das Buch zum Ende hin überhaupt noch aus der Hand zu legen.

Ganz hervorragend fand ich auch das Ende. Es ist überraschend und unerwartet und trotzdem absolut passend und vor allem ist die Geschichte damit tatsächlich abgeschlossen, alle relevanten Fragen werden beantwortet und ich zumindest fand es mal sehr angenehm, dass es hier einen klaren Schnitt gibt, anstatt eines halbgaren Endes, bei dem auf Teufel komm raus noch Raum für eine mögliche Fortsetzung gelassen wird.

Alles in allem hat mir „Gray Kiss“ trotz des recht schleppenden Anfangs insgesamt sehr gut gefallen, es ist eine gelungene Fortsetzung und ein hervorragender Abschluss für eine faszinierende Serie. Sehr empfehlenswert, nur sollte man auf jeden Fall vorher Band 1 gelesen haben.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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