Rezension zu Zauberer: Die komplette Saga von Michael Peinkofer

1600 Seiten als Taschenbuch sind nicht unbedingt das beste Format, um ein Buch gut lesen zu können. Andererseits ist das Buch dadurch natürlich angenehm kompakt und nimmt im Regal deutlich weniger Platz weg, als wenn man sich die drei Einzelbände hinstellt – und der Sammelband sieht deutlich schöner aus, denn die Cover-/Umschlaggestaltung finde ich hier wirklich sehr gut gelungen.

Aber nun zum Buch selbst: Ich habe einigen Jahren bereits einmal den ersten Band von Peinkofers “Zauberer”-Reihe gelesen, die Reihe allerdings irgendwie aus den Augen verloren bevor der zweite Band erschien. Daher war ich wirklich begeistert, als ich diesen Sammelband gefunden habe, denn “Die Zauberer” hatte mich damals wirklich begeistert.

Und auch beim zweiten Mal Lesen hat mich der erste Teil dieser Trilogie wieder voll und ganz begeistert. Peinkofer schafft mit wenigen Worten eine eindrucksvolle Welt mit phantastischer Atmosphäre. Für mich als Leser war es wahnsinnig einfach in diese Welt einzutauchen und mich in die Geschichte fallen zu lassen.

Dazu haben auch die Charaktere wesentlich beigetragen, denn auch wenn ich mit einigen der Elfen ein paar ‘Startschwierigkeiten’ hatte, sind doch gerade die Protagonisten wirklich gut konstruiert, vielschichtig und voller Überraschungen, die sie umso realistischer machen. Was sie mir besonders sympathisch gemacht hat, war dass zwar klar ist, wer hier die Helden sind, aber eben auch diese Helden ihre dunklen Seiten haben, die sie angenehm dreidimensional machen.

Und auch die Handlung finde ich wirklich gut. Sie ist spannend, fesselnd und (weitestgehend) unvorhersehbar. Dadurch lässt sich die Geschichte ohne weiteres in einem Rutsch durchlesen. Und das gilt auch für den zweiten und dritten Teil der Trilogie, die in diesem Buch ja direkt mit enthalten sind.

Zwar gibt es im Laufe der Gesamtgeschichte die eine oder andere Länge, bzw. auch einige wenige Stellen, die technisch eher weniger gut gelungen sind, aber das hält sich stark in Grenzen und alles in allem ist die gesamte Trilogie in meinen Augen sehr stark geschrieben und ein tolles Stück Fantasy.

Mir jedenfalls hat „Zauberer“ von Michael Peinkofer ausgesprochen gut gefallen und auch wenn dieses Buch etwas schwer zu händeln ist, ist es für Fans deutscher Fantasy auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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