Rezension zu Dunkle Götter: Das Erwachen von Michael G. Manning

Ich liebe High Fantasy. Leider ist es so verdammt schwierig gute Bücher dieses Genres aufzutun, da neue Ideen rar sind und es irgendwann naturgemäß ziemlich schwierig wird, die altbekannten Elemente innovativ umzusetzen. „Dunkle Götter: Das Erwachen“ ist einer der wenigen Romane, bei denen besagte altbekannte Elemente erfolgreich spannend umgesetzt werden.
Der Ausgangspunkt der Geschichte ist ungefähr so klischeehaft, wie man ihn sich nur vorstellen kann und ich war die ersten hundert Seiten über wirklich recht skeptisch, was dieses Buch angeht.

Der letzte Überlebende eines großen Magiergeschlechts, Mort, wächst als Sohn eines Schmieds auf, ohne zu wissen wer er eigentlich ist. Als er 16 ist wird ihm wundersamerweise offenbart, dass er über große magische Fähigkeiten verfügt und auf geht’s ins Abenteuer. Dass Mort sich dabei mal eben selbst beibringt, wie er mit seinen Fähigkeiten umzugehen hat, ist dabei wohl kein Wunder.

Soweit so gut, glücklicherweise wird es aber echt besser. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich Mort einfach unglaublich sympathisch fand. Ja, die Tatsache, das er innerhalb kürzester Zeit weiß, wie er mit seinen Fähigkeiten umzugehen hat, ist etwas nervig, aber ansonsten ist er einfach derjenige, der so richtig Schwung in die Geschichte bringt.

Das Buch legt ein schnelles Tempo vor, was auch daran liegt, dass die erzählte Zeit vergleichsweise kurz ist und nur ca. zwei Wochen umfasst, wenn ich mich nicht geirrt habe. Aber auch sonst geht es in dieser Geschichte ziemlich zur Sache, sodass sich die 352 Seiten ohne Probleme sehr zügig runter lesen lassen.

Eine Sache, die mich gestört hat, gab es allerdings doch noch. Denn irgendwie passt die Sprache nicht zum Setting. Das fällt weitestgehend gar nicht auf und ist auch denke ich, durch die gelungene Übersetzung im Vergleich zum Original schon besser geworden, aber gerade der Teil, der aus der Ich-Perspektive von Mort erzählt wird, enthält ein paar Begriffe, die nicht wirklich in das mittelalterlich angehauchte Setting passen.

Alles in allem macht es aber trotz einiger kleinerer Schwächen wirklich Spaß dieses Buch zu lesen und ich kann es nur empfehlen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Dunkle Götter: Das Erwachen von Michael G. Manning”

  1. Ah, das Buch steht auf meiner Wunschliste, da bin ich erleichtert, dass es trotz der kleineren Schwächen doch so gut ist. Und freu mich glatt noch mehr drauf 😀

    Liebe Grüße
    Chimiko

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