Rezension zu Die Farbe der Zukunft von Meredith McCardle

Meredith McCardles Serie „Die Zeitspringer-Saga“ ist eine dieser Serien, bei denen ich mich beim Erscheinen des ersten Bandes einfach nicht mehr daran erinnern kann, was in Band 1 passiert ist. Also war so ziemlich alles, was ich noch wusste, als ich „Die Farbe der Zukunft“ angefangen habe, dass es hier um eine Art Zeitreise-Regierungs-Agency-Thriller handelt.

Der Wiedereinstieg in die Serie ist mir dabei nicht wirklich leicht gefallen, denn es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich so richtig erinnern konnte, was in Band 1 passiert eigentlich passiert war und wieder wusste, wer wer ist und wie die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren nochmal aussahen. Nach einer Weile hat mich der Roman dann aber doch noch voll und ganz in seinen Bann gezogen.

Denn auch im zweiten Teil der Saga geht es rasant zu, die Wächter haben nach den Ereignissen des ersten Bands einen neuen Boss und werden das Gefühl nicht los, dass man versucht, sie von ernsthaften Ermittlungen abzuhalten. Statt durch die Zeit zu springen und herauszufinden, wer hinter dem mysteriösen Kürzel XP steht, sichten sie Steuerunterlagen und führen langweilige Observationen durch.

Ich gebe zu, Iris/Amanda finde ich immer noch etwas nervig, weil sie sich hauptsächlich für sich selbst interessiert und dadurch die anderen Charaktere etwas zu kurz kommen in ihren Charakterisierungen. Auch dass die Geschichte hauptsächlich den Thrilleraspekt im 21. Jahrhundert verflogt und es nicht so viel historisches Feeling gibt, wie ich mir wünschen würde, finde ich nach wie vor schade. Allerdings ändert das nichts daran, dass die Geschichte wirklich spannend ist und mich bis hin zu diesem wirklich fieses Cliffhanger in ihren Bann gezogen hat.

Alles in allem hat mir Meredith McCardles „Die Farbe der Zukunft“ nach einigen anfänglichen Problemen und obwohl ich mich noch immer nicht wirklich für die Protagonistin begeistern kann wirklich gut gefallen und ich bin sehr gespannt darauf, wie die Geschichte im nächsten Teil weitergeht und schlussendlich aufgelöst wird.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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