Rezension zu Arrivals: Fürchte die Unsterblichkeit von Melissa Marr

Nach „Graveminder“ ist „Arrivals: Fürchte die Unsterblichkeit“ Melissa Marrs zweiter Roman für Erwachsene. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte keine allzu hohen Erwartungen, da ich schon mit „Graveminder“ so meine Probleme hatte und mir eigentlich vorgenommen hatte, nichts mehr von Frau Marr zu lesen – und während ich mich im Bezug auf „Carnival of Souls“ auch dran gehalten habe (auch wenn das Buch derzeit in irgendeinem meiner dutzenden Umzugskartons steckt – evtl. werde ich das ja nachholen, wenn die deutsche Übersetzung Anfang Juli im Ravensburger Verlag erscheint), konnte ich diesem hier dann doch nicht widerstehen… Ja, ich weiß, gute Vorsätze sind einfach nicht mein Ding 😉

Und dummerweise konnte mich Melissa Marr erneut nicht überzeugen. Ich habe einfach keine Ahnung, was genau dieses Buch sollte. Ich fand die Idee eigentlich klasse, aber die Umsetzung ist eine solche Flickschusterei, dass ich im Endeffekt nicht den blassesten Schimmer habe, worum es in der Geschichte denn jetzt wirklich ging.

Das fängt schon damit an, dass „Protagonistin“ Chloe ihren ersten Auftritt erst hat, nachdem die Handlung schon eine gefühlte Ewigkeit läuft und auch danach eigentlich nicht wirklich die Person ist, die im Zentrum der Geschichte steht – eine von ihnen, ja, aber sie ist nicht, wie ich anhand der Inhaltsangabe vermutet hätte, die alleinige Hauptfigur.

Und auch sonst… Ich weiß einfach nicht, was ich zu diesem Roman schreiben soll. Nicht, weil ich ihn nicht verstanden hätte, sondern weil er von vorne bis hinten so unvollständig wirkt. Als ich endlich (nach gut dreiviertel des Buchs) bei dem Part angekommen war, der zumindest einige Fragen beantwortet, hatte ich trotzdem immer noch das Gefühl, dem Buch fehlt irgendwie das Ende – und eigentlich auch der Start und so ziemlich jede Entwicklung oder relevante Handlung – es wirkt eben wirklich von vorne bis hinten unvollständig.

Alles in allem war „Arrivals: Fürchte die Unsterblichkeit“ wieder einmal ein Buch von Melissa Marr, bei dem mich die Idee begeistern konnte, einige der Charaktere ebenfalls, die Umsetzung aber war für mich ein Graus. Und wieder einmal werde ich mir vornehmen, nichts mehr von der Autorin zu lesen und ich kann jetzt schon sagen, spätestens wenn im Juli „Shadow World: Kampf der Seelen“ (die Übersetzung von „Carnival of Souls“) erscheint, hat sich dieser Vorsatz wieder erledigt. Ob man diesem Buch eine Chance geben will, muss natürlich jeder selbst entscheiden, empfehlen kann ich es aber nicht.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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