Rezension zu Die Falle von Melanie Raabe

Linda Conrads, eine berühmte und erfolgreiche Romanautorin lebt seit einem schrecklichen Erlebnis komplett zurückgezogen. Vor zwölf Jahren wurde ihre jüngere Schwester ermordet und seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Trotzdem schreibt sie sehr erfolgreich Romane, auch wenn Presse und Fans sie nicht mehr zu Gesicht bekommen. Linda hat damals die tote Schwester gefunden und noch einen Blick auf den flüchtenden Mörder werfen können, der niemals gefasst wurde. Eines Tages glaubt sie in einer Fernsehreportage sein Gesicht wieder zu erkennen. Da sie sich von der Polizei keine Hilfe mehr verspricht, beginnt sie mit vielen Vorbereitungen, eine Falle für den vermeintlichen Mörder auf zu bauen…..

Melanie Raabe hat eine sehr ungewöhnliche Ausgangsposition für ihren Krimi gewählt. Eine Frau, schwer traumatisiert, die sich von der Aussenwelt abgeschottet hat, die sich, Dank ihres Geldes, alles was sie fürs Überleben braucht ins Haus holen kann, die aber auch die ganz alltäglichen Dinge immer mehr vermisst, so dass einem als Leser Zweifel an ihrer psychischen Gesundheit kommen. Die Geschichte braucht etwas Zeit um an Spannung zu gewinnen, aber irgendwann ist man von den Geschehnissen vollkommen gefesselt und wird von der Autorin in einen Gefühlswirrwarr gestürzt, weil man sich nicht entscheiden kann, wer denn hier der Täter ist. Ich hoffe, das war nicht der letzte Roman von Melanie Raabe.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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