Rezension zu Underworld von Meg Cabot

Ach, was hat mich dieses Buch verwirrt… Ich mag es nicht, wenn mitten in der Serie die Covergestaltung wechselt und man die Bücher nicht auf Anhieb der gleichen Serie zuordnen kann, sowie bei Band 1, „Jenseits“, und diesem zweiten Band der Trilogie, „Underworld“. Dass „Underworld“ plötzlich einen englischen Titel hat, hat meiner Verwirrung auch nicht gerade geholfen ^^ Aber das sind ja alles nur Äußerlichkeiten und hier geht es ja eigentlich um das, was sich zwischen den Buchdeckeln befindet:

Inhaltlich knüpft Meg Cabot mit „Underworld“ genau dort an, wo sie mit „Jenseits“ aufgehört hat, man sollte also den ersten Teil schon kennen, bevor man sich diesem hier widmet 😉 Leider knüpft die Autorin damit auch bei den Charakteren genau dort an, wo sie aufgehört hat und macht auch genau so weiter. Schon in meiner Rezension zu Band 1 habe ich die Charaktere kritisiert und leider war in Teil 2 keine Besserung zu finden.

So ist Protagonistin Pierce noch immer das oberflächliche Klischee einer jeden YA-Heldin und auch ihr Insta-Love-Gegenstück John verkörpert nach wie vor den stereotypischen Bad-Boy. Denn auch wenn man die beiden hier etwas besser kennen lernt, wirklich etwas mit ihnen anfangen konnte ich auch in dieser Fortsetzung nicht. Wobei es bei John zugegebenermaßen erste Zeichen der Besserung gibt.

Was die Handlung angeht, so werden hier zwar viele Fragen, die im ersten Teil aufgeworfen worden, beantwortet und das mythologische Hintergrundthema nochmal vertieft, leider ist aber dieser neue, überraschende Faktor, der im ersten Teil noch mit Cabots gelungener Umsetzung mythologischer Themen einhergegangen ist, nicht mehr vorhanden.

Das hatte ich auch nicht anders erwartet, immerhin ist das Grundgerüst ihrer Geschichte nun bekannt, nur leider ist nichts da, was den Verlust dieses „Reizes des Neuen/Unbekannten“ ausgleichen könnte, da zwar ein paar interessante neue Figuren auftauchen, die Protagonisten aber eben leider blass und relativ flach bleiben.

Alles in allem ist meine Befürchtung, die ich schon am Ende des ersten Teils hatte, wahr geworden, denn „Underworld“ ist relativ flach. Es fehlt der Reiz eine neue, unbekannte mythologisch angehauchte Welt zu erkunden, da diese eben schon bekannt ist, und die Charaktere glänzen nicht gerade durch fesselnde Entwicklung, auch wenn sie etwas mehr Farbe bekommen als im ersten Teil, wodurch die Geschichte etwas nachlässt im Vergleich zu Teil 1 – das Potential für einen gelungenen dritten Teil ist aber noch vorhanden.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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