Rezension zu Eternity von Meg Cabot

 

„Ich lege für alle Fälle ein bisschen Knoblauch vor die Tür“, sagte die Nonne.
„Eine hervorragende Idee“, erwiderte Abraham Holtzman. „Die alten Hausmittel sind doch immer noch die besten.“
„Und ich habe ja auch meine Beretta Semiautomatic“, fügte Schwester Gertrude fröhlich hinzu. „Mit Silberkugeln. Damit kann ich einige von den Drecksäcken erledigen.“

(Seite 354)

Meena Harper arbeitet als Drehbuchautorin für die Soap „Eternity“ und ist entsetzt, als man ihr nicht nur die lang ersehnte Beförderung verwehrt, sondern ihre Chefs auch noch entschließen, Vampire in die Serie einzubauen. Denn mit den blutsaugenden Geschöpfen der Nacht kann Meena überhaupt nichts anfangen, erst recht nicht, wenn sie nur aus Quotengründen in die Serie eingeschleust werden sollen.

Doch während sie noch mit ihrem persönlichen Schicksalsschlag hadert, werden in New York junge Mädchen tot aufgefunden. Die Medien berichten, dass man die jungen, illegal eingewanderten Osteuropäerinnen erwürgt hätte, in Wirklichkeit jedoch wurden sie bis auf den letzten Tropfen Blut ausgesaugt.

Das ruft Lucien, den Prinzen der Finsternis auf den Plan, den Herrscher über die Vampire, der herausfinden will, wer sich seinem Gebot, Menschen nicht zu töten, widersetzt hat und ihm folgen mehrere Angehörige der Geheimen Garde, der Spezialeinheit des Vatikans, deren Ziel es ist sowohl den Prinzen als auch den Mörder aufzuspüren und auszuschalten.
Eine unwissende, naive Heldin mit seltsamer Begabung, ein sexy Vampirprinz und ein mindestens ebenso attraktiver Vampirjäger. Ach du Schande… Das habe ich zumindest zu erst gedacht. Ich dachte mir, schon wieder einer dieser Vampir-Kitsch-Romane, das kann ja nichts werden.

Falsch gedacht. Irgendwie hat die Autorin es geschafft aus altbekannten Elementen eine wirklich innovative Geschichte zu entwickeln, die überraschend abwechslungsreich ist. Ansprechend und routiniert und mit einer ordentlichen Prise Humor und etwas Sarkasmus hat Cabot eine Geschichte entwickelt, die Vampirfans und Menschen, die das ganze nicht allzu ernst nehmen, gleichermaßen begeistern wird.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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