Rezension zu Skylark: Der eiserne Wald von Meagan Spooner

Meagan Spooners „Skylark: Der eiserne Wald“ ist eine spannende, innovative Mischung aus Fantasy und Dystopie. In Spooners teilweise an Steampunk erinnernden, eindeutig dystopisch angehauchten Welt spielt neben der Technik auch die Magie eine zentrale Rolle, eine Mischung, die ich sehr gelungen und super umgesetzt fand.

Spooner erschafft hier eine Welt, die mich als Leser schnell in ihren Bann gezogen hat. Gekonnt und mit genau der richtigen Menge an Hintergrundinfos versehen, erweckt sie die Welt von Lark in all ihren Details zum Leben, sodass es für den Leser ein leichtes ist, sich in ihr zu verlieren.

Allerdings hat „Skylark: Der eiserne Wald“ in puncto Spannung nur mäßig viel zu bieten. Nicht, dass es langweilig wäre bzw. gar keine Spannung gäbe, aber es ist eine recht langsam und dafür mit großer Detailverliebtheit erzählte Geschichte, in der vor allem Larks Beobachtungen und Gefühle im Vordergrund stehen.

Spooners Stil ist einfach sehr reich an bildgewaltigen Beschreibungen, an Schilderungen, die die Leser, die mit so etwas anfangen können, tief in die Geschichte ziehen, sie direkt die Geschehnisse mitfühlen lassen. Darunter „leidet“ natürlich die Gesamtspannung, denn die Geschichte ist eben eher langsam. So etwas muss man halt mögen, um mit diesem Buch etwas anfangen zu können.

Gleichzeitig sorgt Spooners Schreib- und Erzählstil natürlich dafür, dass Protagonistin Lark dem Leser unglaublich nah gebracht wird und es mir zumindest sehr, sehr leicht gefallen ist, mit ihr mitzufühlen, sich in ihre Situation hineinzuversetzen und mit ihr zu sympathisieren – auch wenn sie mir manchmal zugegebenermaßen trotz allem doch einen Ticken zu sehr dem YA-Teenager-Klischee entsprach.

Trotzdem, alles in allem ist „Skylark: Der eiserne Wald“ ein wirklich gutes Buch, super geschrieben und mit einer faszinierenden, hervorragend umgesetzten Idee – eine dicke Empfehlung für alle Fans ausgefallener, düsterer Dystopien, die sich nicht an detailverliebten, langsameren Erzählungen stören.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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