Rezension zu World War Z: Operation Zombie von Max Brooks

Zombies sind ja jetzt nicht so wirklich meine Sache (bzw. eigentlich ehr gar nicht), aber um dieses Buch, bzw. seine Verfilmung, wurde in letzter Zeit soviel Wind gemacht, das ich mir dachte, einen Versuch ist es doch mal wert. Und ich muss sagen, dass mich „World War Z: Operation Zombie“ wirklich positiv überrascht hat.

Hauptsächlich lag das an der Art, auf die hier die Geschichte erzählt wird, denn das Buch ist im Grunde eine Sammlung fiktiver Berichte über World War Z. Dabei gibt es so ziemlich alles von Interviews über Abschriften von Radiomitschnitten bis hin zu Berichten aller Art und auch die jeweiligen berichtenden Personen sind völlig unterschiedlich, kommen aus aller Herren Länder, haben alle möglichen sozialen und kulturellen Hintergründe und bieten generell einen sehr umfassenden Überblick über die Geschehnisse, vom ersten Auftreten der Seuche bis hin zum eigentlichen Krieg.

Der Komödien-/Parodie-Charakter der Geschichte (denn in diese Kategorie ist das Buch offiziell einzuordnen) offenbart sich dabei nicht auf den ersten Blick, sondern wird eher zwischen den Zeilen ersichtlich, etwas was ich beim Lesen sehr angenehm fand, denn platter Humor ist definitiv etwas, was mir ein Buch sehr, sehr schnell kaputt machen kann. Max Brooks schafft es aber eben diesen Humor hier eher unterschwellig einfließen zu lassen, sodass das Buch zwar durchaus auch immer wieder amüsant ist, es aber nicht so wirkt, als hätte der Autor versucht das Genre ins Lächerliche zu ziehen.

Alles in allem war es eben diese Mischung aus völlig ungewöhnlicher Erzählstruktur und feinem Humor, die dafür gesorgt hat, dass „World War Z“ ab sofort zu den wenigen Zombie-Büchern gehört, die mir tatsächlich gefallen und die ich gerne weiterempfehle – auch an Leser, die diesem Genre sonst, genau wie ich eigentlich, eher skeptisch gegenüber stehen. Ob ich mir den Film ansehen werde, weiß ich aber noch nicht, mit Brad Pitt kann ich nämlich so gar nichts anfangen 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

2 Kommentare zu “Rezension zu World War Z: Operation Zombie von Max Brooks”

  1. Na dann bin ich ja mal gespannt 🙂
    Hab das Buch jetzt für einen guten Freund zum Geburtstag bestellt.
    Bei Amazon hat mich der Inhalt schon angesprcohen, war mir aber niht ganz so sicher. Aber so wie du es jetzt beschreibst, hab ich das gefühl ich sollte dann auch mal einen Blick reinwerfen^^
    Vllt schau ich aber auch den Film, den wollte mein Freund ansehen, oder ich les zuerst das Buch und flitze dann mit in kino^^
    Aber dass es in der Art von verschiedenen Berichten verfasst ist, macht mich schon neugierig 🙂

  2. Hei, das Buch ist echt super. Hab es zusammen mit „Zonbie Survival Guide“ total verschlungen. Da ich schon seit fast 2 Jahren gerüchte über die Verfilmung gehört hatte und mich im Prinzip zwei Jahre lang total auf den Film gefreut hattem, wuste ich nicht ob ich mir den Film überhaupt ansehen soll, weill man ja schliesslich nur entäuscht werden kann. Das war aber überhaupt nicht der Fall. Auch wenn mir einige tollen scenen im Film (wie der Blinde Japaner) gefehlt haben so ist der Film doch sehr gut gewessen.

    Sehenswert und Lesenswert (endlich mal ne Verfilmung die nichts Kapput macht, trotz kleiner Veränderungen).

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: