Rezension zu Von Mr. Holmes zu Sherlock: Meisterdetektiv. Mythos. Medienstar von Mattias Boström

Mattias Boströms „Von Mr. Holmes zu Sherlock: Meisterdetektiv. Mythos. Medienstar“ fing richtig, richtig vielversprechend an: Mit einem ausführlichen biographischen Abschnitt über Sir Arthur Conan Doyle und darüber, wo der Autor die Inspiration für seinen berühmten Meisterdetektiv fand. Der „Mr. Holmes“-Part wurde damit ausführlich abgedeckt. Der Teil, der sich mit Sherlock und dessen Dasein als Medienstar auseinandersetzt, konnte mich dann aber nicht mehr überzeugen.

Wie schon gesagt, der erste Tel des Buchs konnte mich wirklich überzeugen, der Autor schildert sehr anschaulich, wie Conan Doyle lebte und woher er seine Inspirationen zum Schreiben genommen hat und das ist schon wahnsinnig interessant, denn der Arzt und Autor hat schon ein ziemlich interessantes und spannendes Leben geführt. Das gleiche gilt auch für seine Söhne, denn auch die Nachfahren Conan Doyles und deren Leben werden ausführlich beschrieben.

Irgendwann allerdings fängt der Autor an, sehr nach Fanboy zu klingen, die Sprache wird immer kindischer und der seriöse Anstrich, der gerade im ersten Teil noch vorhanden ist, geht irgendwie völlig verloren und auch sonst wirkt das ganze nicht mehr so überzeugend, wie das anfangs der Fall war. Ich hatte auch das Gefühl, dass der Autor am Ende die ganzen modernen Inkarnationen von Sherlock Holmes relativ schnell abhandelt und dabei einen sehr subjektiven Fokus setzt, der mit meinen Interessen nicht wirklich übereinstimmte. Ein bisschen wirkte es auch, als wären ihm am Ende die Seiten ausgegangen.

Alles in allem konnte mich „Von Mr. Holmes zu Sherlock: Meisterdetektiv. Mythos. Medienstar“ von Mattias Boström nur teilweise überzeugen, denn während der erste, ausführliche Teil über historische Hintergründe und Co. wirklich spannend und informativ war, war der zweite Teil, der sich mit dem modernen Sherlock Holmes befasst, für meinen Geschmack zu sehr Fanboy-Schwärmerei.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Von Mr. Holmes zu Sherlock: Meisterdetektiv. Mythos. Medienstar von Mattias Boström”

    1. Wie gesagt, der historische Teil ist sehr gut aufgebaut, spannend geschrieben und scheint auch sorgfältig recherchiert zu sein, aber der moderne Teil lässt dann halt gerade im Vergleich dazu doch stark nach und konnte mich nur teilweise überzeugen.

      LG

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