Rezension zu Tödliche Träume von Marliese Arold

Dieses Buch, dieses Buch… Vom Konzept her fand ich es doch eigentlich so toll, aber mit der Umsetzung konnte ich in diesem Fall einfach absolut gar nichts anfangen. Aber von vorne:

„Tödliche Träume“ von Marliese Arold ist der erste Teil einer Serie über das IPP, das Institut zur Erforschung parapsychologischer Phänomene, und die Jugendlichen, die dort ausgebildet werden, insbesondere die vier Freunde Andy, Laura, Jeff und Rebecca. Sie alle verfügen über die unterschiedlichsten parapsychologischen Fähigkeiten.

So hat Andy Visionen, Laura ist in der Lage auf Astralreisen zu gehen, Jeff beherrscht Telepathie und Rebecca kann Geister sehen. Wirklich umgehen kann mit diesen Fähigkeiten – mit Ausnahme vielleicht von Laura – noch keiner von ihnen, aber deshalb sind sie ja jetzt auch beim IPP gelandet, nämlich um ihre Fähigkeiten zu trainieren.

Und diese Prämisse ist eigentlich genau das Richtige für mich. Denn ich finde Bücher über Jugendliche mit besonderen Fähigkeiten immer wieder toll und faszinierend – sowohl was die Art der Fähigkeiten angeht, als auch wie der jeweilige Autor das ganze umgesetzt hat und ob er oder sie es schafft die Figuren trotz ihrer besonderen Fähigkeiten real erscheinen zu lassen.

Leider bin ich aber überhaupt nicht richtig in die Geschichte hinein gekommen. Ich konnte mit den Figuren einfach nichts anfangen. Zwar sind sie angeblich alle so um die 16, haben sich für mein Empfinden aber weitestgehend so verhalten, als wären sie viel jünger. Sie haben auf mich allesamt sehr kindlich gewirkt und teilweise auch kindisch, was dazu geführt hat, dass ich mir keiner von ihnen so wirklich sympathisch wurde, davon, dass ich mich eventuell mit einem von ihnen hätte identifizieren können mal ganz zu schweigen.

Außerdem hatte ich Probleme mit dem Schreibstil. Das klingt jetzt vielleicht doof, aber Marliese Arolds Schreibstil ist einer, den ich als „typisch deutsch“ empfinde und auch wenn ich mittlerweile nicht mehr ganz so viele Probleme damit habe, wie noch vor ein paar Jahren, war dieser Eindruck hier so stark, dass für mich überhaupt kein Lesefluss zustande kam. Ich musste beim Lesen immer wieder unterbrechen, nicht weil die Handlung so langweilig oder dumm gewesen wäre, ganz im Gegenteil, die ist zwar anfangs teilweise noch etwas langsam, an sich aber eigentlich spannend, sondern einfach weil ich mit dem Schreibstil der Autorin so gar nicht zurecht gekommen bin.

Alles in allem war Marliese Arolds „Tödliche Träume“ leider einfach nicht mein Fall. So spannend ich die Idee auch finde und so interessant die Story an sich auch war, ich bin weder mit den Figuren noch mit dem Schreibstil warm geworden. Trotzdem, wem die Idee der Story zusagt, der sollte diesem Buch durchaus eine Chance geben.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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