Rezension zu Wintermärchen von Mark Helprin

Dieses Buch ist… Naja, ich weiß auch nicht so recht, aber es ist auf jeden Fall nicht wirklich meins. Dabei hat die Grundidee eigentlich genau meinen Geschmack getroffen, denn diese Geschichte spielt in einem historischen New York, das unserem zwar ähnlich, aber nicht mit diesem identisch ist, sondern mit Magie und Mystik durchsetzt ist.

Ich habe einfach den Einstieg in diese Geschichte nicht finden können. Mark Helprin webt hier ein dichtes, erzähltechnisch anspruchsvolles Netz aus Figuren und Beziehungen, in deren Mitte Peter Lake steht. Das an sich ist es nicht, was mich an diesem Roman gestört hat, auch wenn mich die Komplexität der Geschichte doch ziemlich verwundert hat.

Nein, was mich gestört hat, war der Schreibstil und die Sprache. Ich weiß nicht, wie viel davon der Übersetzung geschuldet ist, aber ein kurzer Blick in die Leseprobe des Originals legt nahe, dass es um dieses auch nicht besser bestellt ist. Helprins Schreibstil war für mich völlig reizlos und sogar ziemlich nervtötend, denn der Autor scheint eine Vorliebe für – oftmals recht unsinnige – weitausschweifende und detailreiche Schilderungen von Szenerie, etc. zu haben. Oftmals wirken diese Wortanhäufungen platt und unnötig, sodass ich nicht wirklich Spaß am Lesen hatte.

Alles in allem ist Mark Helprins „Wintermärchen“ zwar inhaltlich wirklich großartig, sprachlich war es jedoch gar nicht mein Ding, sodass ich es auch nur bedingt weiterempfehlen kann – wem der Stil des Autors zusagt, den erwartet ein komplexes Märchen, in einer Welt, die eine magische Alternative unserer darstellt.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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