Rezension zu Wie Blut so rot von Marissa Meyer

Schon „Wie Monde so silbern“, den ersten Band der Luna-Chroniken, fand ich sehr gelungen, meine Vorfreude auf „Wie Blut so rot“ war daher riesig. Und wurde nur in einer einzigen Hinsicht „enttäuscht“: Auch wenn heute der dritten Teil der Serie, „Crescent“ (dt. „Wie Sterne so golden“), im Original erschienen ist und sich das eBook bereits auf meinem Tablet befindet, werde ich danach bis 2015 warten müssen, um zu erfahren, wie diese grandiose Serie zu Ende geht…

Rückblickend wird meine Rezension zu „Wie Monde so silbern“ der Geschichte überhaupt nicht gerecht, denn jetzt, mit einigen Wochen Abstand, gefällt mir das Buch immer und immer besser. „Wie Blut so rot“ gefällt mir sogar noch besser. Wobei man das so eigentlich gar nicht sagen kann, denn die Geschichte ist bislang ganz allgemein wirklich großartig, ihr Zauber steigert sich aber eben mit jeder Seite und jedes Wort zieht einen tiefer in den Bann dieser abenteuerlichen SciFi-Märchen.

Nachdem der Leser im ersten Band Cinder, Marissa Meyers futuristische Version von Aschenputtel, kennen gelernt und lieben gelernt hat – metallene Cyborg-Gliedmaßen hin oder her – beginnt der zweite Teil nun mit Scarlet – Rotkäppchen. Und wo Rotkäppchen ist, da darf natürlich auch der große böse Wolf nicht weit sein und wer den ersten Band aufmerksam gelesen hat, hat vielleicht schon eine Vermutung in welcher Gestalt dieser hier daher kommt 😉

Und wie es für Cinder nicht nur den Prinzen sondern auch die böse Stiefmutter und zwei Stiefschwestern gab, so hat auch Scarlet natürlich nicht nur ihren Wolf sondern auch eine Großmutter. Zumindest hatte sie die, denn eines Tages verschwindet sie spurlos und für Scarlet bricht eine Welt zusammen. Fest entschlossen ihre Großmutter um jeden Preis zurückzuholen macht sie sich auf die Suche nach Hinweisen, die sie zu den Entführern Michelle Bernoits führen.

Hätte ich ein besseres Namensgedächtnis, wäre mir an dieser Stelle schon der Zusammenhang zwischen Cinders und Scarlets Geschichte klar geworden. Habe ich aber nicht und so habe ich mich an Scarlets Seite auf Spurensuche begeben und dabei entdeckt, welche Rolle sie in der Beziehung zwischen Lunariern und Menschen spielt. Eine spannende, fesselnde und rasante Reise mit wahnsinnig tollen, facettenreichen und herrlich unperfekten Charakteren (so hat das hübsche Rotkäppchen ein böses Aggressionsproblem, das manchmal aber auch ganz hilfreich sein kann).

Alles in allem fand ich „Wie Blut so rot“ einfach grandios und ich kann es gar nicht erwarten weiter zu lesen und Cinder, Scarlet und ihre Kompanions dabei zu begleiten, wie sie Märchengestalt Nummer Drei – Rapunzel alias Crescent bzw. Cress, die bereits im ersten Band einen nicht unwichtigen Auftritt hatte – einsammeln und versuchen die düsteren Pläne von Levana, der Königin von Luna, zu durchkreuzen und dabei noch nebenbei Cinders Liebsten zu retten. Wer auf skurrile Märchenneuerzählungen und rasante SciFi steht, für den ist Marissa Meyers „Wie Blut so rot“ definitiv ein Muss!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Wie Blut so rot von Marissa Meyer”

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