Rezension zu Was wir auch tun von Marie Lucas

Marie Lucas neuer Roman „Was wir auch tun“ ist deutlich weniger magisch als „Zwischen Ewig und Jetzt“, dafür sehr viel realistischer, härter und schonungsloser. Denn die Geschichte von Robin, Alex und Jasper, die die Autorin hier erzählt, hat es durchaus in sich.

Im Gegensatz zum ersten Buch der Autorin, bei dem ich mit der Protagonistin so gar nichts anfangen konnte, fand ich die Charakterisierung der Hauptfiguren hier sehr gelungen. Zwar waren sie mir nur bedingt sympathisch, aber das lang weniger an mangelnder Charakterisierung als viel mehr daran, dass sie eben so lebensecht wirkten, dabei aber durchaus unschöne Züge enthielten, die dafür gesorgt haben, dass ich doch immer eine gewisse Distanz eingehalten habe.

Sehr gut gefallen hat mir auch wie die Autorin hier die großen Unterschiede zwischen den sozialen Hintergründen von Robin und Alex schildert. Das ganze ist sehr eindringlich geschildert, wirkt nachvollziehbar und bietet den Ausgangspunkt für faszinierende Konflikte. Und leider auch für einiges an Kitsch, vom den ich doch zwischendurch immer wieder etwas genervt war.

Alles in allem hat mir „Was wir auch tun“ von Marie Lucas ausgesprochen gut gefallen. Zwar ist die Geschichte zwischendurch doch ziemlich kitschig, ansonsten ist sie aber sehr gut konstruiert und spannend umgesetzt. Definitiv eine Empfehlung wert.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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