Rezension zur Anthologie Magische Winternächte

Eigentlich ist „Magische Winternächte“ keine Anthologie sondern vier Romane in einem: „Tödlicher Champagner“ von Nora Roberts, „Zwei unter einer Decke“ von Millie Criswell, „Der weiße Tod“ von Lisa Jackson und „Wer ist der andere, Alissa?“ von Ginna Gray.

Die Geschichten sind dabei alle ganz und gar unterschiedlich, die Bandbreite reicht von knisternd-romantisch über lustig oder dramatisch bis hin zu geradezu kriminalistisch. Und natürlich haben sie mir auch sehr unterschiedlich gut gefallen.

Tödlicher Champagner von Nora Roberts
Ich habe noch nie irgendetwas von Nora Roberts gelesen, daher auch keine „Vergleichswerte“ was diese Geschichte angeht. Allerdings hat mir „Tödlicher Champagner“ doch recht gut gefallen, was vermutlich auch nicht zu letzt an den fehlenden Vergleichswerten liegt. Denn die Geschichte hinter „Tödlicher Champagner“ ist doch recht 08/15, mir aber noch nicht oft genug über den Weg gelaufen, um wirklich abgedroschen zu sein. Ich fand die Charaktere unterhaltsam und die Geschichte, wenn auch nicht allzu innovativ, doch immer wieder auch spannend, daher 4 von 5 Sternen für Nora Roberts‘ „Tödlicher Champagner“.

Zwei unter einer Decke von Millie Criswell
Kitschig hoch drei ist diese Geschichte von der schwangeren Maddie und dem Macho Pete, der sie vor einem Schneesturm rettet. Aber irgendwie passt sie in diese Jahreszeit. „Zwei unter einer Decke“ ist zwar etwas, was ich sonst nach spätestens fünf Seiten für immer ins Bücherregal verbannen würde – oder noch wahrscheinlicher würde es in der Trödelkiste landen -, als Lektüre für die Weihnachtszeit war es jedoch, wenn auch sehr, sehr schnulzig, eine recht unterhaltsame Lektüre, daher auch hier 4 von 5 Sternen.

Der weiße Tod von Lisa Jackson
Mit dieser Geschichte konnte ich von allen am wenigsten anfangen. Sie hat mir einfach nicht zugesagt und der Funke wollte nicht überspringen. Zwar ist „Der weiße Tod“ nicht schlecht geschrieben, aber weder die Geschichte noch die Figuren wollten mir so recht zusagen, daher hier nur 3 von 5 Sternen.

Wer ist der andere, Alissa? von Ginna Gray
Meine Lieblingsgeschichte aus diesem Band, auch wenn sie mindestens genau so zuckrig-klebrig-süß und schnulzig-kitschig ist wie „Zwei unter einer Decke“. Aber ich hatte Spaß mit Ginna Grays „Wer ist der andere, Alissa?“ und gerade bei Weihnachtsbüchern braucht es dafür bei mir eben keine tiefgründige Story oder facettenreiche, dreidimensionale Charaktere. Eine schöne, unterhaltsame und auch dramatische Geschichte, die 5 von 5 Sternen bekommt.

Ein Hinweis übrigens noch: Die Geschichten sind allesamt nicht mehr die neusten. Am jüngsten ist noch Millie Criswells Geschichte, die von 2001 stammt. Die Geschichte von Ginna Gray ist noch einmal vier Jahre älter, während die von Nora Roberts und Lisa Jackson sogar noch aus den 80ern stammen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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