Rezension zu Kyndred: Wilde Stimmen von Lynn Viehl

Nachdem ich beim ersten Band „Kyndred: Dunkle Berührung“ noch so einige Einstiegsprobleme mit dieser Geschichte hatte, hat mich Autorin Lynn Viehl mittlerweile voll und ganz in den Bann ihrer Welt gezogen und konnte mich mit dem dritten Teil ihrer „Kyndred“-Serie erneut begeistern – auch wenn ich zugeben muss, dass ich die ganze Geschichte zwischendurch nach wie vor überaus verwirrend finde.

In „Wilde Stimmen“ steht die junge Lilah im Mittelpunkt des Geschehens (was genau das h am Ende des Namens soll… Keine Ahnung ^^). Auch sie ist eine der Kyndred, genetisch manipulierter Menschen mit Superkräften, und ihre besondere Gabe ist, dass sie in der Lage ist mit Tieren zu kommunizieren.

Ihr männlicher Gegenpart ist der Marine Walker, ihr Leidensgenosse in sofern, dass auch er von der skrupellosen Biotech-Firma Genhance entführt wurde und als DNA-Lieferant herhalten soll. Dass es nicht allzu lange dauert, bis es anfängt zwischen den zwei zu knistern, ist ja eigentlich selbstverständlich.

Allerdings dauert es, wieder einmal, eine Weile, bis Viehl ihre Geschichte in Fahrt bekommt. Denn erst einmal müssen Massen an Handlungssträngen und Erzählperspektiven in Ordnung gebracht und dem Leser vertraut gemacht werden. Und das sorgt nicht unbedingt für einen schnellen, flüssigen Einstieg.

Trotzdem, wenn man den zugegebenermaßen etwas verwirrenden, umfassenden und manchmal auch eher zähen Anfang hinter sich gebracht hat und mit den vielen verschiedenen Figuren warm geworden ist, bietet sich einem eine tempo- und actionreiche Geschichte voller Fantasy und knisternder Romantik.

Gerade das Ende – und einige der handlungstragenden Figuren – hat mich jedoch dazu veranlasst, mir endlich einmal auch das erste von Viehls „Darkyn“-Büchern zuzulegen, denn die Handlungsstränge und Figuren der beiden Serien sind alle miteinander verbunden und manchmal hat man hier das Gefühl, es fehlt einem das eine oder andere an Infos…

Alles in allem konnte mich Lynn Viehl aber mit „Kyndred: Wilde Stimmen“ erneut fesseln, das Buch hat mir trotz der einen oder anderen Schwäche sehr gut gefallen, was nicht zu letzt an den sympathischen Protagonisten lag. Auf Band 4 der Serie, „Kyndred: Blick ins Dunkle“, bin ich jedenfalls schon gespannt, genau wie auf die „Darkyn“-Bücher 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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