Rezension zu Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman

Nach „Morgen kommt ein neuer Himmel“ ist „Nur einen Horizont entfernt“ der zweite Roman von Autorin Lori Nelson Spielman, der mir leider insgesamt nicht mehr so wahnsinnig gut gefallen hat wie ihr Debüt.

In „Nur einen Horizont entfernt“ geht es ums Vergeben und Vergessen. Denn damit wird Protagonistin Hannah konfrontiert, als sie von Fiona, die sie in der Schule gemobbt hat, zwei Versöhnungssteine bekommt. Einen, um ihn als Zeichen ihrer Vergebung an Fiona zurück zu schicken und einen, um ihn als Bitte um Versöhnung an jemanden weiter zu senden. Doch das bedeutet auch sich mit den Geistern ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen und Hannah ist sich alles andere als sicher, ob sie das wirklich will.

Eigentlich eine sehr gute Prämisse für einen gefühlvollen, ereignisreichen Roman, aber leider wollte es zwischen mir und dem Buch einfach nicht funken. Das fing schon damit an, dass ich – obwohl sie meine Namensvetterin ist – ziemliche Probleme hatte, mit Hannah warm zu werden, denn sie war zu Beginn der Geschichte einfach sehr, sehr naiv und nervig und bis sie sich irgendwann zu einem ernst zu nehmenden Charakter entwickelt hatte, war für mich leider schon ein Großteil des Charmes der Geschichte verloren gegangen. Dazu kommt, dass die Handlung zwar beim besten Willen nicht langweilig ist, denn es geschieht durchaus einiges, aber leider ist vieles davon auch absolut vorhersehbar.

Alles in allem ist „Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman zwar durchaus ein unterhaltsamer Roman, im Vergleich zum ersten Roman der Autorin hat mir aber leider einfach dieses gewisse Etwas gefehlt. Trotzdem, schöne Lektüre und für alle Fans von Lori Nelson Spielman definitiv einen Versuch wert! 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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