Rezension zu Jagd von Liza Marklund

Die als tough und unbestechlich bekannte Reporterin Annika Bengtzon vom Abendblatt wird zur Villa des bekannten Politikers Ingemar Lerberg gerufen, der bestialisch gefoltert wurde. Nach außen hin herrschte hier eine heile Welt, sehr konservativ, traditionell und gediegen, obwohl der Politiker vor Jahren wegen eines Steuerskandals zurück treten musste. Doch nun wurde er nicht nur gefoltert, auch seine Frau Nora, eine treu sorgende Ehefrau und vorbildliche Mutter, ist wie vom Erdboden verschluckt.  Gleichzeitig werden bei der Polizei die Ermittlungen aufgenommen, von der Polizistin Nina Hoffmann, die lange im Ausland war und gerade bei der Kripo angefangen hat.

Viele verschiedene Handlungsstränge werden in diesem Krimi gekonnt verknüpft, die Recherchen von Annika Bengtzon, die Ermittlungen der Polizei, die kursiv gedruckten Gedanken der verschwundenen Nora Lerberg und ein alter Vermisstenfall, den  einst Chefredakteur Anders Schyman in einer aufsehenerregenden Reportage verarbeitet hat und der seltsame Parallelen zum Verschwinden von Nora Lerberg aufweist. Nach einer kurzen Orientierungphase war es für mich kein Problem diesen Handlungssträngen zu folgen und in meiner Phantasie miteinander zu verbinden, um so selbst miträtseln zu können. Der Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch und sorgt immer wieder für Atemlosigkeit und zum Schluss auch für Ratlosigkeit, da das Ende doch ziemlich offen bleibt. Dies war mein erster Krimi von Liza Marklund, dem man auch ohne Vorkenntnisse der privaten Verwicklungen der Protagonisten problemlos folgen konnte, wobei die Einblicke in Annika Begtzons Privatleben zusätzlich für gute Unterhaltung sorgten.

 

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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