Rezension zu Enders von Lissa Price

Ich habe mich wirklich sehr auf „Enders“, die Fortsetzung und den Schluss von „Starters“, gefreut, hatte allerdings ein paar kleinere Probleme wieder in die Geschichte hinein zu finden, einfach weil es eben doch schon eine ganze Weile her ist, dass ich “Starters” gelesen habe. Glücklicherweise sind die Erinnerungen schon nach wenigen Seiten zumindest größtenteils wieder zurück gekommen, denn Callie fasst die Geschehnisse des ersten Bandes noch einmal kurz zusammen.

Dadurch wusste ich zwar wieder worum es ging, dummerweise bin ich trotzdem ziemlich verwirrt durch die ersten 100 Seiten gestolpert. Denn irgendwie war das ganze ein furchtbares Auf und Ab, in dem der rote Faden eher spärlich zu erkennen war und ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass ein paar entscheidende Elemente und Fakten fehlen. Nach einer Weile nimmt die Geschichte jedoch wirklich Fahrt auf, wird richtig spannend und rasant und ich konnte das Buch kaum beiseite legen.

Trotzdem hatte ich das gesamte Buch über das Gefühl, das etwas fehlt. Das lag hauptsächlich an Callie, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wurde, denn die wirkte doch sehr gefühlsleer. Generell wirkte die gesamte Geschichte sehr viel konstruierter als der erste Band und die Gefühle, und damit meine ich definitiv nicht nur die romantischen sondern Gefühle generell, kommen hier eindeutig zu kurz. Dadurch wirkte die gesamte Geschichte sehr kühl und auch wenn die Handlung eigentlich wirklich spannend war, war eben leider doch die ganze Zeit über so eine gewisse Distanziertheit da.

Auch den Schluss fand ich, nicht nur als Schluss für dieses eine Buch sondern vor allem als Schluss für die gesamte „Starters – Enders“-Serie, denn es ist ja nur eine Dilogie, irgendwie ziemlich unbefriedigend. Durch den Mangel an realistischen Gefühlsregungen wirken viele Handlungen und Gedanken nur wenig nachvollziehbar und das führt dazu, dass auch das Ende wieder diesen etwas chaotischen, sehr konstruierten Charakter hat, den das Buch schon zu Anfang hatte.

Schade, aber auch wenn ich „Enders“ sehr schnell durch hatte, war ich doch etwas enttäuscht von dieser Geschichte und ihrem Ausgang.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike (Filia Libri) »

1 Kommentare zu “Rezension zu Enders von Lissa Price”

  1. Hab den zweiten Teil bisher noch nicht gelesen, aber es ist schade, dass dich das Buch nicht so überzeugen konnte. Der erste Band war ja richtig klasse! Ich bin gespannt wie mir das Buch gefallen wird, wenn ich es mir endlich mal zulegen kann =)
    Liebe Grüße,
    Jenny

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*