Rezension zu Die Wünsche meiner Schwestern von Lisa Van Allen

Lisa Van Allen - Die Wünsche meiner SchwesternLovelyBooks - In dein Regal stellenLisa Van Allen – Die Wünsche meiner Schwestern
 
Originaltitel: The Wishing Thread
Verlag: Rütten & Loening
Format: Taschenbuch
Seiten: 448
ISBN: 978-3352008696
 
 

[mygenres]  
 
 

Woraus ist unser Glück gestrickt?

Seit langer Zeit hüten die Frauen der Van Rippers das Geheimnis ihrer Magie – und die liegt im Stricken: Sie haben die Gabe, Wünsche wahr werden zu lassen, indem sie diese mit Wolle verweben. Nur gemeinsam können die drei Schwestern Aubrey, Bitty und Meggie diese Familientradition bewahren, aber allein Aubrey ist dazu gewillt. Und auch sie beginnt zu zweifeln, als sie sich in Vic verliebt. Doch welche Wünsche machen uns glücklich, wenn sie sich erfüllen?

Der Tod ihrer Tante Mariah führt die Schwestern Aubrey, Bitty und Meggie nach Jahren der Trennung wieder zusammen und zwingt sie dazu, sich mit dem Vermächtnis ihrer Familie auseinanderzusetzen. Seit mehr als zwei Jahrhunderten hüten die Frauen der Van Rippers in in der alten Strickerei das Geheimnis ihrer Magie: Sie erfüllen den Menschen von Tarrytown ihre sehnlichsten Wünsche, indem sie sie mit Wolle verweben. Während Bitty und Meggie das Haus nun verkaufen wollen, um sich ihrer eigenen Sorgen anzunehmen, möchte Aubrey die Familientradition fortführen. Ein Wunsch, der ins Wanken gerät, als sie sich zum ersten Mal verliebt – in Vic. Doch Wünsche haben ihren Preis, und manche erfordern große Opfer – wer wüsste das besser als die drei Schwestern?

Eine romantische Familiensaga voller Magie.

 
 
Meinung:
 
Ich habe vor gar nicht allzu langer Zeit meine Vorliebe für diese Art von Büchern entdeckt, in der die Magie nicht in Form von Hexen, Vampiren oder Werwölfen daherkommt, sondern ganz dezent quasi zwischen den Zeilen steckt und sich ganz nahtlos in eine eigentlich völlig normale Welt einfügt und in denen es nicht selten auch um die eine oder andere Art von Handarbeit oder Handwerk geht, die mit dieser Magie in Verbindung steht. Schuld daran ist ursprünglich „Die Mondscheinbäckerin“ von Sarah Addison Allen und „Die Wünsche meiner Schwestern“ von Lisa Van Allen ist ein weiteres wirklich schönes Buch dieser Art.

In „Die Wünsche meiner Schwestern“ ist es das Stricken, das eine ganz entscheidende Rolle im Leben der Frauen des Van Rippers Clans spielt – und zwar eine, deren Auswirkungen nicht immer positiv sind. Diese Strickerei und die damit verbundene Magie, über die eigentlich alle Frauen der Familie verfügen, war es auch, die Aubreys jüngere Schwestern Bitty und Meggie vor Jahren dazu gebracht hatte, das Haus ihrer Tante Mariah zu verlassen. Deren Tod jedoch vereint die Schwestern jedoch ganz unerwartet wieder – und damit beginnt eine fesselnde Geschichte über Familie, Romantik und Magie.

Mir ist es anfangs nicht wirklich leicht gefallen, in die Geschichte hineinzufinden – dazu war mir Aubrey einfach nicht nah genug, ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, warum sie noch immer in der Strickerei lebt und sich völlig ohne Gegenwehr ihrem Schicksal als Außenseiterin und Gespött ihrer Kleinstadt ergibt. Mit der Ankunft ihrer Schwestern in der Strickerei beginnt jedoch auch Audreys Leben immer mehr aus den Fugen zu geraten und mit jeder Seite wurde sie mir sympathischer, was mich auch immer tiefer in diese Geschichte hineingezogen hat.

Nachdem ich mich einmal eingewöhnt hatte, hat mir auch Van Allens Schreibstil sehr gut gefallen, er hat eine ganz eigene Poesie, die hervorragend zu der Geschichte und ihrer Magie passt. Der Fluss der Geschichte hingegen ist zugegebenermaßen etwas durchwachsen, in einer Rezension wurde das ganze mit dem Stricken eines Pullovers verglichen, mit den eher langweiligen, da bereits routinierten linken und rechten Maschen und dem sehr viel aufwändiger und mit mehr Aufmerksamkeit zustrickenden Zopfmuster – ein Vergleich, dem ich nur voll und ganz zustimmen kann.

Trotzdem, alles in allem hat mich Lisa Van Allen ganz und gar mit ihrem Roman „Die Wünsche meiner Schwestern“ überzeugen begeistern können, denn auch wenn es einige eher zähe Abschnitte gab, ist das Buch insgesamt doch sehr lesenswert und bekommt daher von mir auch eine dicke Empfehlung 😉
 
 


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Mit herzlichem Dank an den Rütten & Loening Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Rütten & Loening
 
 
5 Sterne - Super

 
 
Die Autorin
 
Lisa Van Allen arbeitete in einem Verlag, bevor sie an die Uni zurückging, um Literatur zu studieren, und zu schreiben begann. Ihre Texte erschienen in diversen literarischen Zeitungen und wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis der “Best New American Voices”. “Die Wünsche meiner Schwestern” ist ihr Debütroman. Sie lebt mit ihrem Mann und einem Igel als Haustier im nördlichen New Jersey.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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