Rezension zu Strange Angels: Verraten von Lili St. Crow

Meinung:

In „Strange Angels: Verraten“ setzt sich die Geschichte aus „Strange Angels: Verflucht“ um die junge Svetocha Dru nahtlos fort. Leider lässt das Buch in den ersten Kapitel allerdings viel von dem Tempo des ersten Bandes vermissen, denn Dru hockt hauptsächlich mehr oder minder nutzlos in einer geheimen Schola fest und macht sich, als einziges Mädchen unter einem Haufen von Werwölfen und Djamphiren, Gedanken, Gedanken und noch mehr Gedanken. Immerhin erfährt der Leser in diesem Teil aber zumindest ein wenig mehr über den ganzen Aufbau der fantastischen Welt, die Lili St. Crow für ihre „Strange Angels“ Romane entworfen hat.

Und es ist ja auch nicht so, als würde dem gesamten Buch das Tempo fehlen. Denn schon bald kommt die Geschichte wieder in Schwung und ein überraschendes Ereignis löst das nächste ab. Dazu kommt, dass Dru sich immer mehr verändert, immer impulsiver und teilweise auch recht jähzornig wirkt. Und auch wenn das im ersten Augenblick nach einer ziemlich negativen Entwicklung klingt, ist es der Autorin hier wirklich grandios gelungen diese neue Seite Drus, die ja durch ihre aufblühenden Svetochafähigkeiten bedingt ist, hervorragend mit der „alten“ Dru zu verflechten, sodass die gesamte Entwicklung (jetzt einmal abgesehen von Drus doch recht nervigem Kopfzerbrechen und den Selbstanalysen im ersten Drittel des Buchs) spannend und absolut realistisch ist, der eine oder andere Tränenausbruch inklusive.

Die Entwicklung der Charaktere beschränkt sich allerdings nicht auf Dru. Auch Drus Freunde unterzieht St. Crow einer absolut glaubwürdigen Weiterentwicklung, die sie zwar nicht immer unbedingt sympatischer aber dafür umso realistischer werden lässt. Zusammen mit dem fabelhaften Schreibstil der Autorin ist dieses Buch, sobald man den etwas zähen Anfang überstanden hat, ein wirklich fesselndes Lesevergnügen, dass große Lust auf die kommenden drei Bände macht.

Fazit:

Leider ist das Buch und mit ihm auch die Protagonistin zumindest im ersten Drittel deutlich schwächer ausgefallen, als der erste Band, der Rest des Buchs entschädigt den Leser jedoch dafür und macht Lust auf mehr. Wem also der erste Teil gefallen hat, der sollte „Strange Angels: Verraten“ auch lesen.

Das Cover:

Das Cover passt zwar zumindest so halbwegs zum ersten Band, allerdings sieht der abgebildete Junge viel zu kindlich aus, um sich wirklich einem der Charaktere im Buch zuordnen zu lassen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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