Rezension zu Linkshänderland: Der Auftrag von Lara De Simone

„Linkshänderland: Der Auftrag“ von Lara De Simone ist kein schlechtes Buch. Aber ich bin einfach nicht damit warm geworden.

Ich hatte leider von Anfang an große Probleme mit De Simones Schreibstil, auf mich wirkte er irgendwie abgehackt, ich bin immer wieder ins Stocken geraten und es wollte einfach kein wirklicher Lesefluss aufkommen.

Und vor allem wirkte alles irgendwie leer. Gefühlsleer, kalt und steril, so hat die gesamte Geschichte auf mich gewirkt. Als wäre das Buch mehr eine analytische Studie denn ein mitreißendes Jugendbuch.

Die Charaktere konnten in mir auch keinerlei Gefühlsregung hervorrufen, irgendwie waren sie alle überhaupt nicht greifbar für mich, erschienen mir irgendwie entrückt und ziemlich realitätsfremd.

Dadurch wirkten auch ihre Handlungen oft nur schwer nachvollziehbar, Dialoge und Interaktionen zwischen den einzelnen Figuren habe ich als unnatürlich und sehr gestelzt empfunden, es wirkte alles einfach nicht so ganz echt.

Direkt zu Beginn der Handlung wird man mit einem ganzen Haufen zentraler Charaktere und zwei parallelen Handlungssträngen konfrontiert, die mich persönlich irgendwie etwas überfordert haben, weil ich einfach große Probleme damit hatte, die Sprünge zwischen ihnen nachzuvollziehen und mir zu merken, wer wozu gehört.

Auch das Linkshänderland selbst wurde für mich als Konzept nie so richtig greifbar. Ich hatte große Schwierigkeiten seinen Aufbau, seinen Sinn und Zweck, etc. überhaupt so richtig nachzuvollziehen – natürlich, die grundlegenden Infos sind klar, aber ich hatte das Gefühl, dass vieles irgendwie schwammig bleibt – was mich bei einem Buch für Leser ab 12 doch sehr gewundert hat.

Alles in allem ist „Linkshänderland: Der Auftrag“ kein schlechtes Buch, aber ich habe einfach keinen Zugang zum Schreib- und Erzählstil der Autorin gefunden und damit auch nicht in die Geschichte eintauchen können, was für mich in vielen Bereichen zu Unstimmigkeiten geführt hat. Schade!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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