Rezension zu Untot: Lauf, so lange du noch kannst von Kirsty McKay

Die Ausgangssituation ist… Nunja, „nichts Neues“ ist wohl noch nett ausgedrückt. Und das gilt auch für McKays Zombies, die sind ebenfalls eher klischeehaft als innovativ. Und es sind eben Zombies. Aber durch die Aktion „Untot in Deutschland“ (siehe hier: http://untot-in-deutschland.de/) bin ich dann doch wahnsinnig neugierig auf dieses Buch geworden.

Und es ist, trotz der eher uninnovativen Voraussetzungen, ein gar nicht mal so schlechtes Buch. Das liegt hauptsächlich und vor allem an Kirsty McKays wahnsinnig peppigen Schreibstil. Der ist schnell und rasant, spritzig und bringt einfach Schwung in die Geschichte.

Sonst gibt es allerdings auch nicht allzu viel Schwung hier, denn insgesamt ist die Geschichte entsprechend der Inhaltsangabe doch eher flach. Die Charaktere bleiben oberflächlich, ebenso wie die Beziehungen zwischen ihnen. Vieles wird da zwar angedeutet, aber nichts so richtig ausgearbeitet.

Das lässt sich so auch auf den Plot übertragen, denn der ist zwar nicht direkt langweilig, aber es gibt das eine oder andere Element, dass quasi aus dem Nichts auftaucht und Seiten später immer noch nicht erklärt ist. Dazu gehört auch das erste Auftauchen der Zombies, das erst einmal einfach so hingenommen wird, bevor irgendwann, 200 Seiten später, auch nur eine ansatzweise Erklärung gegeben wird.

Das klingt jetzt mal wieder schlimmer, als ich es eigentlich empfunden habe, denn der Schreibstil macht, wie gesagt, vieles wieder wett und das Buch liest sich angenehm flüssig und auch recht schnell. Und was ich, als jemand, der sich vor Zombies meist erstmal echt ekelt, ganz angenehm fand, war, dass die Horrorszenen zumeist nur angedeutet sind, sodass sich der Ekelfaktor in diesem Buch in Grenzen hält, was es auch für jüngere Leser oder empfindlichere (wie mich) angemessen macht.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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