Rezension zu Das vegane Kochbuch meiner Oma von Kirsten M. Mulach

Ich bin beim besten Willen keine Veganerin und werde wohl auch in absehbarer Zukunft nicht zu einer werden, allein schon, weil ich freiwillig nicht auf meinen geliebten Käse verzichten würde. Und auch wenn Vegetarierin zu werden ebenfalls definitiv nicht auf meiner To-Do-Liste steht, ist Fleisch eindeutig kein fester Bestandteil meiner Mahlzeiten und kommt in meiner Küche weit häufiger in Form von gutem Schinken auf dem Butterbrot zum Einsatz als im Abendessen irgendeine Rolle zu spielen. Daher fand ich Kirsten M. Mulachs „Das vegane Kochbuch meiner Oma“ auch ganz reizvoll, denn die darin enthaltenen Rezepte verzichten nicht nur auf tierische Produkte, sondern auch auf diese seltsamen Soja-Tofu-wasauchimmer-Ersatzprodukte, mit denen ich nun wirklich so gar nichts anfangen kann.

Stattdessen hat die Autorin hier eine Reihe von Rezepten zusammengetragen, wie sie (angeblich) schon ihre Oma gekocht hat, ganz authentisch und schlicht und ergreifend deshalb vegan, weil keine tierischen Produkte und damit auch keine Ersatzdinger nötig sind, um sie zu kochen, da sie nie darauf ausgelegt waren mit Fleisch oder anderem zubereitet zu werden. In vier Kategorien finden sich daher Rezepte fürs Frühstück, das Mittagessen – nochmal unterteilt in Salate, Hauptgerichte und Desserts -, die Kaffeezeit und das Abendessen sowie ein paar zusätzliche Grundrezepte. Damit kommt das Kochbuch auf insgesamt rund 40 Rezepte, von denen die meisten mit ganzseitigen Farbfotos illustriert sind.

Die Rezepte selbst sind… nun ja, sagen wir, sie sind irgendwas zwischen durchwachsen und abwechslungsreich 😀 Bei manchen Rezepten frage ich mich doch, wieso sie so viel Platz im Kochbuch zugesprochen bekommen haben, so gibt es direkt mehrere Teerezepte und noch ein paar andere Dinge, die so simpel waren, dass man sie sich meiner Meinung nach auch gänzlich hätte sparen können. Gerade bei den Hauptgerichten unter Mittagessen und den Backrezepten unter Kaffeezeit waren allerdings einige Rezepte bei, die mich schon auf den ersten Blick wirklich angesprochen haben. Auch sie kommen mit wenigen und simplen Zutaten aus, bestechen aber durch eben diese Einfachheit und gelingen mit den kurzen aber aussagekräftigen Anleitungen auch auf Anhieb.

Alles in allem ist „Das vegane Kochbuch meiner Oma“ von Kirsten M. Mulach sicherlich kein schlechtes Kochbuch für Leute, die auf tierische Produkte und industrielle Ersatzstoffe gleichzeitig verzichten wollen, das Buch ist auch sehr hübsch aufgemacht, mit großen Fotos, hilfreichen Tipps und leicht verständlichen Anleitungen, aber die Rezepte haben meinen Geschmack nur begrenzt getroffen, vieles war mir dann doch zu simpel für ein Kochbuch. Die Rezepte allerdings, die mich schon auf den ersten Blick interessiert haben, haben sich dann auch beim Ausprobieren als wirklich gut herausgestellt.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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