Rezension zu Freaks in geheimer Mission von Kieran Larwood

Dieses Buch ist wirklich schräg. Ich meine, wie oft stolpert man schon über ein Kinderbuch über eine Gruppe außergewöhnlicher Kinder in einer Freakshow in einem Steampunk-London? Eben, nicht besonders häufig. Daher ist „Freaks in geheimer Mission“ einmal etwas ganz anderes, ein doch ziemlich schräges Buch, das aber voller liebenswerter Charaktere steckt und sehr viel Spaß macht.

Dabei steht die junge Sheba im Mittelpunkt der Geschichte. Sheba hat wunderschönes Haar und zwar nicht nur auf dem Kopf sondern auch im Gesicht, an den Händen, Füßen und generell am ganzen Körper. Und wenn sie sich aufregt, verwandeln sich Mund und Nase in eine Schnauze, denn Sheba ist ein Wolfsmädchen. Kein Werwolf, aber irgendwie doch ziemlich wölfisch. Und total sympathisch!

Dann gibt es da noch Sister Moon, die ist, nun ja, ein wenig Klischee für einen asiatischen Charakter, aber nichtsdestotrotz ebenso faszinierend und sympatisch wie Sheba, wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise, da Kieran Larwood es ohne Probleme schaft, jedem Charakter seine ganz eigene Stimme zu geben.

Auch die beiden Jungs fand ich durchaus nett, wenn auch nicht ganz so sympathisch wie die Mädels. Auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, dass gerade Monkeyboy bei jüngeren männlichen Lesern mit seiner Vorliebe fürs Fäkalien herumschmeißen sehr gut ankommen wird, war ich nicht so begeistert von ihm und Gigantus.

Die Handlung passt zu den Charakteren: Sie ist spannend und anders und wird junge wie ältere Leser begeistern können. Larwoods Steampunk London ist ein wirklich faszinierender Handlungsort, an dem es jede Menge spannende Details zu entdecken gibt.

Alles in allem fand ich „Freaks in geheimer Mission“ wirklich wahnsinnig unterhaltsam und sehr schön zu lesen. Ein ausgefallenes Kinderbuch, an dem sicherlich auch manch älterer Leser seine Freude haben wird 🙂

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Freaks in geheimer Mission von Kieran Larwood”

  1. Hei… Wollte nur kurz ein Lob hinterlassen: ich finde es sehr gut das Du auch eine kurze Info zum Autor schreibst… Danke!

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