Rezension zu Ein dunkler Wille: Das Schicksal der Brüder Frankenstein von Kenneth Oppel

Kenneth Oppel - Ein dunkler Wille: Das Schicksal der Brüder FrankensteinLovelyBooks - In dein Regal stellenKenneth Oppel – Ein dunkler Wille: Das Schicksal der Brüder Frankenstein
 
Originaltitel: Such Wicked Intent: The Apprenticeship of Victor Frankenstein
Verlag: Beltz & Gelberg
Format: Gebunden
Seiten: 384
ISBN: 978-3407811332
 
 

[mygenres] Band 2 der Serie „Victor Frankenstein“
 

Victor Frankenstein hat die schlimmste Niederlage seines jungen Lebens erfahren: Trotz aller Anstrengungen um das Elixier des Lebens konnte er den Tod seines geliebten Zwillingsbruders Konrad nicht verhindern.
Doch ist das ein Grund aufzugeben? Nicht für Victor Frankenstein …

Nach Konrads Tod schwört Victor Frankenstein all seinen Leidenschaften ab: Nie wieder will er sich mit der Alchemie befassen. Nie mehr wird er Elizabeth bedrängen, die doch nur Konrad liebt. Aus, vorbei! In seiner Verzweiflung verbrennt er die Bestände der Dunklen Bibliothek. Allein ein eisernes Buch widersteht dem Feuer – und verheißt einen Zugang zur Welt der Toten. Victor ist elektrisiert: Wird er dort seinen Bruder wiederfinden? Ihn vielleicht ins Leben zurückholen können? Vergessen sind alle guten Vorsätze: Zusammen mit Elizabeth wagt Victor den Schritt in die Totenwelt. Sie entdeckten Faszinierendes – und merken zu spät, dass eine uralte Macht ihr Kommen bereits hungrig erwartet hat …

 
 
Meinung:
 
Ich muss sagen, dass mir das zweite Buch, das Oppel rund um das Leben des jungen Victor Frankenstein geschrieben hat, deutlich besser gefallen hat, als der erste Band „Düsteres Verlangen“. Der erste Band wirkte auf mich zu sehr wie ein billiger Abklatsch der originalen Frankenstein-Geschichte von Mary Shelley, allerdings gab es bereits während des ersten Bands deutliche Entwicklungen bezüglich des Schreibstils und auch der Charaktere. Und genau diese Entwicklung wurde hier im zweiten Band fortgesetzt.

Zu Beginn des Buchs ist Victor Frankenstein erstaunlich, nun ja, kleinlaut. Der Tod seines Zwillingsbruders hat ihn deutlich spürbar mitgenommen, wobei man sich manchmal fragt, in wie weit es wirklich der Verlust ist, der ihm zu schaffen macht, oder ob da nicht doch eher das durch das eigene Versagen stark angeschlagene Ego spricht. So oder so ist er ungewöhnlich gefühlvoll und auch recht passiv. Das legt sich allerdings schnell wieder und Victor läuft zu ungeahnt unsympathischen Hochtouren auf. Er wirkt dabei deutlich reifer und erwachsener als im ersten Band, wodurch es mir sehr viel leichter viel ihn mit Shelleys Frankenstein in Verbindung zu bringen, denn dieses Gefühl der „Karikatur“, das ich im ersten Band hatte, fällt weg.

Sympathisch ist Victor wie gesagt nicht. Aber dafür ist er faszinierend und zwar deshalb, da seine Handlungen und Gefühle und Gedanken, egal wie unsympathisch sie sind, doch nachvollziehbar bleiben. Und mich hat eben der deutlich düsterere Ton dieses zweiten Bandes begeistert, denn er passt hervorragend zur Geschichte und ergänzt die Charaktere, die hier allesamt, nicht nur Victor, reifer und erwachsener sind, perfekt.

Alles in allem hat mich Kenneth Oppel mit dieser Fortsetzung deutlich mehr überzeugen können als mit dem Serienauftakt. Ein wirklich gutes Buch, wenn auch sehr düster, aber genau so sollte es bei dieser Thematik ja auch sein.
 
 


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Mit herzlichem Dank an den Beltz & Gelberg Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Beltz & Gelberg
 
 
4 Sterne - Sehr gut

 
 
Der Autor
 
Kenneth Oppel wurde am 31. August 1967 in British Columbia geboren. Er studierte an der University of Toronto in Ontario und lebt heute mit seiner Frau Philippa Shepphard in Cornerbrook, Neufundland. Seine liebsten Freizeitbeschäftigungen: Lesen, Filme schauen, lange Spaziergänge und Reisen.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Ein dunkler Wille: Das Schicksal der Brüder Frankenstein von Kenneth Oppel”

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