[>1000 Worte] Rezension zu Bitch Planet Volume 1: Extraordinary Machine von Kelly Sue DeConnick

Kelly Sue DeConnicks „Bitch Planet“ steht seit Monaten gelesen im Regal – und eigentlich hatte ich es als ziemlich positiv in Erinnerung. Nur habe ich es nach dem Lesen offenbar vergessen und der absolut einzige Grund, aus dem ich mich jetzt wieder daran erinnert habe, war die fünfte Staffel „Orange Is the New Black“. Für mich fallen Comic und Serie nämlich in die gleiche Kategorie: Fand ich mal richtig, richtig super, habe ich dann aus den Augen verloren, ohne dass ich wirklich sagen könnte warum, und jetzt interessiert es mich so gar nicht mehr.

In der dystopischen SciFi-Welt von „Bitch Planet“ herrscht das Patriarchat ohne Gnade. Frauen können für jedes noch so unsinnige vergehen verhaftet und verurteilt werden – egal ob der Sex schlecht ist, das Essen angebrannt oder die Liebste plötzlich selbstständig denkt, wenn frau nicht tut, denkt oder aussieht wie sie nach Meinung der Männer in ihrem Leben soll, dann wird sie auf den „Auxiliary Compliance Outpost“ verfrachtet. Auch bekannt als Bitch Planet. Und die Insassinnen dieses Gefängnisplanets sind die Protagonistinnen des Comics – deren Vorstellung ist auch quasi die gesamte Handlung von Volume 1.

Eigentlich ist „Bitch Planet: Extraordinary Machine“ von Kelly Sue DeConnick ein ausgesprochen vielversprechender Einstieg in eine düstere SciFi-Vision. Der Comic ist klar feministisch, hat einen total diversen und realistischen Charaktercast und wirft wichtige Fragen auf. Er ist bedrückend zu lesen, weil man sich an vielen Stellen mit den Insassinnen identifizieren kann und mit ihnen unter der Unfairness ihrer Gesellschaft leidet. Aber irgendwie hat es bei mir nicht richtig Klick gemacht. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich den Comic für Monate so völlig vergessen habe.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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