Rezension zu Darkest Powers: Schattenstunde von Kelley Armstrong

Mit „Darkest Powers: Schattenstunde“, dem Auftakt ihrer Darkest Powers Trilogie, wagt sich Urban-Fantasy-Kultautorin Kelley Armstrong erstmals ins Jugendbuchgenre. Und man merkt diesem Buch eindeutig an, dass die Autorin bereits auf reichlich Erfahrung in diesem Genre zurückblicken kann, denn die Art, mit der sie die fantastischen Elemente in die Geschichte einwebt, ist gekonnt und routiniert.

Dadurch ist es auch kein großes Wunder, dass die Autorin es schon nach wenigen Seiten schafft, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Denn an der Seite von Chloe, die auf Grund ihrer Fähigkeit Geister sehen zu können, seit Jahren von einem Arzt zum anderen geschleppt wird und schlussendlich in Lyle House, einem Heim für verhaltensauffällige Jugendliche, landet, taucht der Leser schnell in eine abenteuerlich düstere Geschichte ein, die zum einen durch die spannenden fantastischen Elemente und zum anderen durch liebevoll und detailreich gezeichnete Charaktere auszeichnet.

So ist mir nicht nur Chloe schnell ans Herz gewachsen, sondern auch die anderen Bewohner von Lyle House haben allesamt vor allem durch ihre Individualität geglänzt und dadurch, dass die Autorin genau das richtige Maß an typischem Teenager-Drama in ihre Figuren einfließen lässt.

Leider hat das verhindern können, dass man „Darkest Powers: Schattenstunde“ ganz stark anmerkt, dass es der Auftakt zu einer Trilogie ist. So bleiben leider nicht nur zum Ende hin quasi alle Fragen offen, sondern es fehlt auch der wirkliche Höhepunkt zum Schluss, besonders da die Geschichte im letzten Drittel ein wenig gestreckt und dünn wirkt.

Alles in allem ist „Darkest Powers: Schattenstunde“ ein spannendes, wenn auch recht düsteres Jugendbuch aus dem Urban Fantasy Bereich, dem man als ersten Band einer Trilogie allerdings den „Prolog-Charakter“ sehr stark anmerkt, sodass es sich hier empfiehlt zumindest den zweiten Band direkt parat zu haben.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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