Rezension zu Frozen Time von Katrin Lankers

Für mich war „Frozen Time“ endlich mal wieder eine angenehme Überraschung im Bereich Dystopie. Vielleicht liegt es daran, dass es sich hier um das Buch einer deutschsprachigen Autorin handelt, denn die unterscheiden sich ja doch häufig von dem amerikanischen Einheitsbrei. Auf jeden Fall fand ich „Frozen Time“ von Katrin Lankers sehr erfrischend, auch wenn die Autorin die Dystopie mit ihrem Roman sicherlich nicht neu erfindet.

Ich mochte den Aufbau der Geschichte, den Spannungsbogen, den die Autorin hier schafft und wie Tessa langsam aber sicher dem Geheimnis von Frozen Time auf die Schliche kommt und dabei über mehr als eine Überraschung stolpert – inklusive der großen Enthüllung ihrer eigenen Identität. Das unterhaltsame daran war vor allem die Tatsache, dass die Geschichte nicht von der ersten Seite an völlig vorhersehbar war und nicht nur für Tessa und ihre Weggefährten, sondern auch für den Leser überraschende Wendungen bereit hielt.

Der Schreibstil der Autorin passt sehr gut zu der Welt, die sie geschaffen hat und der Geschichte, die sie erzählt. Er ist sehr klar und strukturiert, wodurch der futuristische Charakter ihrer Geschichte unterstrichen wird, aber nicht so kühl, dass er eine distanzierende Wirkung auf den Leser hat. So gibt es in der Erzählung zwar keine vor Metaphern und blumigen Beschreibungen überschäumenden Szenen, atmosphärisch ist das Buch aber nichtsdestotrotz – oder wohl eher gerade deshalb.

Auch die Charaktere fand ich sehr gelungen, sie wirkten rund um realistisch und waren mir auf Anhieb sympathisch, sodass ich es sehr einfach fand, Tessas Geschichte zu verfolgen und in das Geschehen einzutauchen. Natürlich kommt auch dieses Jugendbuch nicht ohne eine Romanze aus, aber die war hier zum Glück weder übermäßig kitschig noch allzu schnulzig, dafür aber zumindest etwas überraschend.

Alles in allem fand ich „Frozen Time“ von Katrin Lankers daher wirklich gut, erfrischend und abwechslungsreich und für Dystopie-Fans definitiv eine Empfehlung wert.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Frozen Time von Katrin Lankers”

  1. Oh, das klingt sehr interessant und nach einer guten Dystopie. Für so was bin ich ja immer zu haben.
    Danke dafür!

    Alles Liebe, Chimiko

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