Rezension zu Hinten sind Rezepte drin von Katrin Bauerfeind

Die Idee von Katrin Bauerfeinds „Hinten sind Rezepte drin“ (ist ja gar nicht wahr, nix ist hinten drin) fand ich eigentlich ganz gut und den Ansatz „Geschichten, die Männern nie passieren würden“ vielversprechend und lustig. Im Endeffekt war das Buch aber bis auf ein paar kleinere Lichtblicke relative Zeitverschwendung für mich, denn ich bin einfach nicht damit warm geworden.

Das Buch enthält eine Vielzahl kurzer Kapitel zu den verschiedensten Themen, in denen die Autorin sich mit allen möglichen und unmöglichen Klischees über Frauen (und hin und wieder auch Männer oder andere Themen) auseinander setzt. Mir hat dabei vor allem eins gefehlt, der rote Faden. Denn auch wenn das Buch mit dem schon erwähnten Untertitel „Geschichten, die Männern nie passieren würden“ daher kommt, die einzelnen Kapitel haben damit nur wenig gemein.

Dazu kommt, dass die Kapitel eben wirklich sehr kurz sind und ich häufig das Gefühl hatte, dass sie schon wieder vorüber sind, bevor sie so richtig angefangen haben – dadurch konnten mich die Themen häufig noch weniger überzeugen als eh schon, denn gerade dann, wenn ich dachte ‚jetzt wird’s spannend/interessant/lustig‘ war schon wieder alles vorbei und das nächste Kapitel startete mit einem völlig anderen Thema.

Frau Bauerfeinds Humor war… Nun ja, wie das mit Humor nun mal so ist, er war Geschmackssache. Und mein Geschmack waren die ewigen überspitzten Verallgemeinerungen und klischeehaften Pauschalisierungen dann doch nicht. Vielleicht war es auch irgendwie ein wenig unklug, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe, denn während einzelne Kapitel wirklich ganz lustig und auch gut geschrieben waren, wurde der Humor schnell flach und die ewig „krasse“ Sprache wirkte schnell abgelutscht.

Alles in allem war „Hinten sind Rezepte drin“ von Katrin Bauerfeind in meinen Augen eine ziemlich plan- und sinnlose Ansammlung größtenteils platter Anekdoten und überspitzter Klischees, die zwar mit ein paar ganz netten Geschichten daher kommt, insgesamt aber doch eher nervig als unterhaltsam war. Schade, aber mein Fall war das nicht!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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