Rezension zu Die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky

Katie Kacvinsky - Die Rebellion der Maddie FreemanAdd on GoodReadsKatie Kacvinsky – Die Rebellion der Maddie Freeman
 
Originaltitel: Awaken
Verlag: Baumhaus
Format: Taschenbuch
Seiten: 384
ISBN: 978-3843210409
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Maddie Freeman“
 
 

Eine Stadt in den USA, nur wenige Jahre in der Zukunft:

Plastikbäume, Online-Dates und Schule im Netz – Maddie, 17, lebt wie die meisten ein digitales Leben. Und merkt kaum, wie seelenlos sich das anfühlt. Bis sie sich Hals über Kopf in den etwas älteren Justin verliebt. Für ihn findet das wahre Leben offline statt. Er nimmt Maddie mit in Coffeeshops und Clubs und sie fühlt sich immer mehr von diesem echten Leben angezogen.

Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Künstlichkeit der Welt und die Anonymität der sozialen Netzwerke. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben – und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zur Schlüsselfigur. Doch für welche Seite wird sie sich entscheiden?

 
 
Meinung:
 
Mit Maddie Freeman hat Katie Kacvinsky eine Protagonistin geschaffen, die, meiner Meinung nach, sehr erfrischend ist in dieser Masse von Dystopien, die derzeit bei den Jugendbüchern so im Trend liegen. Für mich war es in diesem Fall definitiv die Protagonistin, die die Geschichte getragen hat.

Wobei mir hier auch das Setting sehr gut gefallen hat. Kacvinskys Zukunftsvision ist detailliert und realistisch beschrieben. Die Entwicklung hin zur technisierten, sozial verarmten Welt hin ist überaus realistisch und wird durch die Charaktere stark unterstützt.

Die Charaktere fand ich allesamt sehr angenehm konstruiert, ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen waren nachvollziehbar und realistisch. Dabei gab es zwei Extreme: zum einen Maddie als positives Extrem, von der der Leser natürlich am Meisten mitbekommt, immerhin ist sie die Ich-Erzählerin, und die durch ihren inneren Zwiespalt die Probleme und Vorzüge der Gesellschaft, in der sie lebt, besonders gut beleuchten kann. Und zum anderen Justin, dem ich als Rebell eigentlich die größten sozialen Kompetenzen zugerechnet hätte, der allerdings tatsächlich noch weniger mit Gefühlen und anderen Menschen anfangen kann als alle anderen Kids zusammen. Ersteres fand ich wirklich angenehm, letzteres eher irritierend.

Die Liebesgeschichte ist definitiv das nervigste an diesem Buch. Denn während der Rest, wie bereits gesagt, wirklich realistisch und daher recht eindrucksvoll ist, ist diese Liebesgeschichte einfach nur absolut 08/15-Jugendbuch-Lovestory. Das tut dem Buch nicht unbedingt gut, da die Liebesgeschichte doch einen zentralen Aspekt der Geschichte bildet.

Alles in allem finde ich „Die Rebellion der Maddie Freeman“ allerdings sehr empfehlenswert, da das Buch definitiv realistischer ist, als so manche andere Young Adult Dystopie. Ganz ohne Klischees kommt halt auch dieses Buch nicht aus, aber das ändert nichts daran, dass es gut ist.
 
 


Buy The Book Now at The Book Depository, Free Delivery World Wide
 
 
4 Sterne - Sehr gut
 
 

 
 
Die Autorin
 
Katie Kacvinskys erstes Buch, „Die Rebellion der Maddie Freeman“, ist 2011 bei Boje erschienen und war sofort ein Erfolg. „Dylan und Gray“ ist der zweite Jugendroman der Autorin, die früher von Modeln bis Unterrichten verschiedene Jobs hatte, inzwischen aber vom Schreiben lebt. Die Fortsetzung zu „Die Rebellion der Maddie Freeman“ ist in Vorbereitung.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: