Rezension zu Der Hexenturm von Kate Forsyth

Kate Forsyths „Der Hexenturm“, der erste Band ihrer Serie „Der magische Schlüssel“, ist der Einstieg in eine wirklich faszinierende Welt der Magie, die mich von der ersten Seite an faszinieren konnte. Im Zentrum der Geschichte steht die junge Hexe Isabeau, die als Findelkind versteckt im Wald bei der alten Hexe Meghan aufwächst und von ihr in der Sprache der Tiere, der Kräutermagie und der einen oder anderen Spielerei unterrichtet wird. Denn auch wenn die Hexen einst mächtige Frauen in dieser Welt waren, seit eine von ihnen – Maya – den Righ geheiratet und verzaubert hat, macht sie mit ihrer Roten Garde der Hexenjäger Jagd auf ihre einstigen Schwestern.

Isabeau selbst ist ein typischer Teenager: Nur dann willig etwas zu lernen, wenn es sie wirklich interessiert und natürlich vor allem an dem interessiert, in dem ihre Hüterin sie nicht unterrichten will/kann. Dass ihrer Lehrerin zufolge jedes Wissen wichtig ist, kümmert das Mädchen herzlich wenig und so schleicht sie sich gerne während ihrer Unterrichtsstunden davon, um mit den Tieren im Wald zu spielen. Und auch als die Frauen in ihrem Versteck entdeckt werden und sich trennen müssen, schlägt Isabeau natürlich schnell alle Warnungen in den Wind und benutzt trotz der Anweisungen Meghans ihre Magie – und befördert sich damit prompt in große Schwierigkeiten.

Kate Forsyth nutzt den ersten Band (der im Deutschen übrigens nur der ersten Hälfte des ersten Bandes entspricht, denn Band 1-3 des Originals entsprechen in der Übersetzung Band 1-6) hauptsächlich, um dem Leser die Hintergründe der Hexenverfolgung zu zeigen und die wichtigsten Charaktere vorzustellen – allen voran natürlich Isabeau. Die Vorstellung der keltisch angehauchten Welt der Hexen von Eileanan nimmt den Großteil des Romans ein, das ist allerdings auch ganz gut so, denn die Welt mit all ihren fantastischen Einwohnern ist eine ziemlich komplexe – so hat die Autorin nicht einfach keltische Elemente in ihre Fantasywelt gemischt, sondern dem ganzen eine faszinierende Hintergrundgeschichte gegeben, deren Ursprung tatsächlich in Schottland liegt.

Wie gesagt, im ersten Teil der Serie „Der magische Schlüssel“ passiert noch nicht allzu viel, trotzdem konnte mich Kate Forsyths „Der Hexenturm“ mit einer unglaublich faszinierenden Welt, einigen wirklich vielversprechenden Charakteren und Handlungsansätzen sowie einem rundherum wirklich gut zu lesenden, detailreichen und teils sehr blumig-romantischen Schreibstil überzeugen – für fünf Sterne reicht es zwar noch nicht, aber für eine dicke Empfehlung an jeden Fantasyfan allemal 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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