Rezension zu Ein Weihnachtskuss für Clementine von Karen Swan

Nach „Ein Geschenk zum Verlieben“ und „Ein Geschenk von Tiffany“ ist „Ein Weihnachtskuss für Clementine“ der dritte Roman von Karen Swan, der im Goldmann Verlag erschienen ist.

Und für eine Weihnachtsgeschichte bietet „Ein Weihnachtskuss für Clementine“ erstmal eine recht seltsame Ausgangssituation, nämlich Italien in der Hitze des Sommers. Und ich muss zugeben, es bleibt auch, sieht man einmal vom titelgebenden Kuss unterm Weihnachtsbaum ab, recht unweihnachtlich (wie eigentlich auch bei den beiden zuvor genannten Romanen der Autorin), was allerdings nichts daran ändert, dass mir „Ein Weihnachtskuss für Clementine“ doch durchaus Spaß gemacht hat.

Karen Swans Protagonistin Clementine, genannt Clem, ist eine Chaotin, der einfach nichts so recht gelingen will. Und sie ist erstmal schrecklich unsympathisch – zumindest habe ich sie so wahrgenommen. Mir ist der Einstieg in die Geschichte denkbar schwer gefallen, weil ich einfach nichts mit ihr anfangen konnte, sie oberflächlich und langweilig fand und mich einfach nicht interessiert hat, was mit ihr passiert. Das ging so weit, dass ich das Buch fast schon beiseite gelegt hätte.

Glücklicherweise wird es dann aber doch noch deutlich besser, wenn eben auch nicht wirklich weihnachtlicher. Irgendwo in der Mitte macht das Buch eine ziemliche Kehrtwende und ich bin plötzlich viel besser mit Clem klar gekommen, fand sie sympathisch und ihre Geschichte interessant, sodass mich der Roman auf einmal doch in seinen Bann ziehen konnte. Okay, wirkliche „Überraschungen“ hat „Ein Weihnachtskuss für Clementine“ nicht zu bieten, aber ab einem gewissen Punkt macht es überraschenderweise trotzdem Spaß.

So hat mir Karen Swans „Ein Weihnachtskuss für Clementine“, ein Weihnachtsbuch, das gefühlt 1% Weihnachten und 99% italienischen Sommer enthält, zur Hälfte gar nicht und zur Hälfte sehr gut gefallen… Kann man sowas dann empfehlen oder sollte man lieber davon abraten? Ich habe ganz ehrlich keine Ahnung, das wird wohl jeder selbst herausfinden müssen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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