Rezension zu Ein Geschenk zum Verlieben von Karen Swan

Dieses Buch war irgendwie… nun ja. Ich fand „Ein Geschenk zum Verlieben“ von Karen Swan an sich nicht schlecht, war jedoch immer wieder verwirrt von Protagonistin Laura und ihrem Verhalten. Und das ist nun mal nicht unbedingt förderlich, wenn man versucht sich auf eine Geschichte einzulassen.

Im Zentrum der Erzählung stehen Laura und Rob, beide Teil ihres eigenen kleinen Universums, zweier Welten, die sich kaum mehr voneinander unterscheiden könnten.

So lebt Laura zurückgezogen mit ihrem Lebensgefährten Jack, Hund Arthur und ihrer besten Freundin Fee an der englischen Küste. Während Jack das Geld nachhause bringt, einen Betrag von dem sich zwar ganz gut leben lässt, aber bestimmt niemand reich wird, verdient sich Laura als Schmuckdesignerin noch ein wenig hinzu. Als dann ein Artikel über ihre Arbeit in einer renommierten Zeitung erscheint, stellt sich ihr Leben kurzerhand auf den Kopf.

Und hier kommt Robert Blake ins Spiel. Daran gewöhnt immer alles zu bekommen, was er möchte, taucht er in Lauras Attelier auf und beauftragt sie eine ganz besondere Kette für seine Frau anzufertigen. Dass dieser Auftrag nicht nur Lauras gewohnte Routinen durcheinander bringen wird, sondern auch Erinnerungen zurückholen wird, die sie seit Jahren vor sich und allen anderen versteckt gehalten hat, ahnt vermutlich keiner von beiden.

Genau diese Vergangenheit, die Laura seit fünf Jahren so schön verdrängt hat, war es auch, die mir immer wieder Probleme mit ihr bereitet hat. Denn zum einen bleibt hier vieles sehr lange unklar und verwirrend und zum anderen sorgt diese Vergangenheit dafür, dass Lauras Verhalten teilweise etwas unsinnig wirkt.

So wirkt sie von Robs Welt voller Geld und Luxus völlig überwältigt, hat in ihrem alten Job im Finanzbereich jedoch genug verdient, um Rücklagen zu haben, die ausreichen, damit sie mal eben 100.000 Pfund verschleudert. Und auch sonst hat man oft das Gefühl, dass ihre Reaktionen nicht passen, so als wären ihr Dinge wie eine formelle Gala oder eine Cocktailparty noch nie über den Weg gelaufen, gleichzeitig war ihr Job aber High Class genug, dass sie zur Feier erfolgreicher Dealabschlüsse mit ihren Klienten auf irgendwelche exotischen Inseln geflogen ist.

Das sorgt einfach, gerade im Rückblick, für die eine oder andere Unstimmigkeit. Sehr viel nerviger fand ich jedoch ihr Verhalten in der Gruppe rund um Rob, besonders im Bezug auf seine Frau Cat. So urteilt sie immer wieder über andere, verhält sich selbst jedoch auf genau die Art, die sie gerade erst kritisiert hat, wenn nicht sogar noch schlimmer. Nicht gerade der vorteilhafteste Charakterzug an einer eigentlich recht sympathischen Protagonistin.

Alles in allem fand ich die Geschichte hinter „Ein Geschenk zum Verlieben“ eigentlich alles andere als schlecht, nur leider hatte ich immer wieder Probleme mit Hauptfigur Laura und auch das Ende wirkte ein wenig plötzlich. Daher bin ich mir nicht sicher, ob ich diesen Roman von Karen Swan wirklich empfehlen soll oder nicht.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Ein Geschenk zum Verlieben von Karen Swan”

  1. Hallo!

    Hab deinen Blog gerade durch LovelyBooks entdeckt!

    Geht mir bei dem Buch genauso. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich gut finden soll oder wirklich schlecht.

    Die ganze Untreue von allen Seiten erschien mir etwas zu dick aufgetragen und ist mir irgendwie sauer aufgestoßen.

    Ich glaube, es bleibt eines der Bücher, die ich nicht als erstes empfehlen würde !

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