Rezension zu Arkadien fällt von Kai Meyer

Während Kai Meyer es dem Leser in „Arkadien brennt“ ja wirklich sehr einfach gemacht hat mit dem Wiedereinstieg in die Geschichte, hatte ich hier deutlich größere Probleme wieder in die Geschichte hinein zu finden. Überhaupt hatte ich so meine Probleme mit „Arkadien fällt“ und bin nicht wirklich glücklich mit diesem Abschluss der Trilogie.

Erneut waren meine größten Probleme die Charaktere und die Handlung. Denn wie schon in den ersten beiden Bänden entgleiten Rosa und Alessandro auch hier nach einer Weile wieder in Richtung Klischee und diesmal vor allem auch Kitsch. Dabei beginnen sie diese Geschichte erneut als vielschichte und facettenreiche Figuren, ich verstehe selbst nicht so ganz, wieso sie dann von da aus immer wieder in dieses flache 08/15-Muster rutschen.

Auch die Handlung ist zwar vom Grundkonzept nachwievor wirklich interessant und spannend, weißt in der Umsetzung aber eben leider immer wieder sehr zähe und langatmige Abschnitte auf. Dazu kommt, dass ich bei einigen Handlungssträngen das Gefühl hatte, sie würden einfach nicht so recht zusammenpassen. Einiges kam überraschend und wirkte auch nicht so 100% schlüssig, der gesamte Handlungsfluss gerät hier und da einfach ins Stocken. Schade. Und das ganze mündet dann noch in einem, für mein Empfinden, relativ unspannenden Ende frei nach dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“.

Schade, aber alles in allem fand ich „Arkadien fällt“ von Kai Meyer dann doch einen recht enttäuschenden Trilogie-Abschluss. Der Schreibstil und das Grundkonzept gefallen mir auch wieder sehr gut, die Umsetzung ist aber in meinen Augen nur begrenzt gelungen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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