Rezension zu Lila Black: Willkommen in Otopia von Justina Robson

Ui, dieses Buch sieht ja erstmal rundrum irgendwie recht trashig aus 😀 Aufgegabelt habe ich es… äh… vor Minimum sieben/acht Jahren bei einer dieser Mängelexemplaraktionen und dann ist es – wie das halt so geht – im Regal verschwunden und auch bei diversen Umzügen irgendwo untergegangen. Jetzt aber, jetzt habe ich es wieder entdeckt! Und das genau zum richtigen Zeitpunkt! Denn das vor zehn Jahren geschriebene, bzw. vor neun Jahren erstmals veröffentlichte Werk von Justina Robson hat als Ausgangspunkt ein Ereignis im, wie sollte es anders sein, Jahre 2015!

Denn in der Welt von Lila Black explodiert 2015 eine texanische Forschungseinrichtung und plötzlich ist die Magie Wirklichkeit und unsere Welt voller Elfen, Dämonen und anderen Wesen. Und mitten drin eben Lila Black, ein Cyborg. Die Erzählung ihrer Geschichte fängt sechs Jahre nach der verheerenden Explosion an und liest sich, wie ein anderer Rezensent so schön geschrieben hat, ein bisschen wie Popcornkino in Buchform: humorvoll und actiongeladen und gleichzeitig auch romantisch und hier und da ein wenig knisternd.

Es ist also auch inhaltlich ungefähr so trashig, wie es von draußen aussieht 😉 ABER es ist dabei auch wahnsinnig unterhaltsam, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite an gefesselt und konnte mich schlicht und einfach begeistern. Protagonistin Lila Black war mir sofort sympathisch, Justina Robsons Schreibstil konnte mich überzeugen, vor allem war es aber der durch und durch gelungene Genre-Mix, der mich von „Lila Black: Willkommen in Otopia“ überzeugt hat.

Denn Justina Robson zeigt hier gekonnt, was dabei herauskommen kann, wenn man Urban Fantasy und Science Fiction mixt, dabei bewusst mit Klischees spielt, auf Witz und Aberwitz setzt und aus solchen längst bekannten Komponenten ein gelungenes neues Ganzes schafft. Meiner Meinung nach macht genau das „Lila Black: Willkommen in Otopia“ von Justina Robson so lesenswert und ich denke, genau das macht es auch zu so einer ganz oder gar nicht Angelegenheit, denn entweder einem gefällt, was die Autorin aus dieser Geschichte gemacht hat, oder man empfindet es als langweiligen Abklatsch.

Für mich war „Lila Black: Willkommen in Otopia“ von Justina Robson ein echtes Highlight, ich hatte tierischen Spaß an der Geschichte und hatte das Buch innerhalb eines Tages durch. Schade nur, dass es in Deutschland gar nicht mehr verlegt wird… Ich werde trotzdem schauen, dass ich den zweiten Teil noch auf Deutsch auftreibe und den Rest dann wohl auf Englisch lesen. Von mir jedenfalls gibt es eine dicke, fette Empfehlung 😉

 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Lila Black: Willkommen in Otopia von Justina Robson”

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