Rezension zu Plötzlich Fee: Herbstnacht von Julie Kagawa

Buchkritik:

Nach „Sommernacht“ und „Winternacht“ sollte Julie Kagawas „Plötzlich Fee“ Serie mit „Herbstnacht“ eigentlich ihr Ende finden. Aus dem Ende des Buchs wird allerdings relativ deutlich, dass die Serie hier noch nicht zu Ende ist und im Englischen ist auch schon ein vierter Band erschienen, es ist also wahrscheinlich, dass auch die deutschen Leser noch in den Genuss einer „Frühlingsnacht“ kommen, auch wenn sich dazu auf der Homepage des deutschen Verlags noch nichts finden lässt.
Leider fand ich, dass die Handlung im Laufe dieses Buchs einiges von ihrer Spannung verloren hat. Das ganze Buch wirkt sehr routiniert und gerade die in den ersten beiden Bänden so spannende Charakterentwicklung fällt hier nahezu vollständig flach, als hätten sich die einzelnen Charaktere voll und ganz in ihre mittlerweile etablierten Rollen eingefunden. Dadurch wirken zum einen die Charaktere etwas weich gespült und verlieren viele ihrer „Ecken und Kanten“ und zum anderen wird die Geschichte dadurch leider auch recht vorhersehbar, was dem Ganzen dieses immerwährende Gefühl der Gefahr, der unmittelbaren Bedrohung nimmt, die die ersten Bände ausgestrahlt haben.
Und auch wenn es zudem noch die eine oder andere Szene gab, bei der ich mir dachte „so wirklich Sinn macht diese Erklärung jetzt aber auch nicht“, habe ich das Buch alles in allem doch eigentlich sehr genossen, denn auch wenn es eben im Vergleich zu den ersten Bänden nicht ganz so gut abschneidet, ist es immer noch sehr gut und auf jeden Fall lesenswert! Vor allem bleibt ja die Hoffnung, dass Kagawa im vierten Band wieder etwas mehr Schwung in die Geschichte bringt.

Fazit:

In meinen Augen kann der dritte Band nicht mehr so ganz mit „Sommernacht“ und „Winternacht“ mithalten, für Fans der Serie ist er aber dennoch eindeutig ein Muss!

Das Cover:

Das Cover ist zwar schön und es passt auch zu den Covern der ersten beiden Bände, aber leider fehlt diesem Cover das besondere Etwas, was in meinen Augen daran liegt, dass die Herbstfarben, ganz im Gegensatz zu den Sommer- und Winterfarben, der Hautfarbe des abgebildeten Gesichts sehr, sehr ähnlich sind und in keinster Weise einen Kontrast darstellen, sodass das gesamte Cover einfarbig und glatt wirkt. Schade, aber es sind nun mal Herbstfarben.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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