Rezension zu Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen von Julie Kagawa

Nachdem ich mit den letzten beiden Bänden des „Plötzlich Fee“-Quartetts so meine Probleme hatte, weil sie einfach sehr routiniert wirkten und kaum noch irgendeine Entwicklung stattgefunden hat, war ich etwas skeptisch, ob die Nachfolge-Serie „Plötzlich Prinz“ an das Potential der ersten Bände anknüpfen kann. Und auch wenn „Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen“ nicht ganz an die Höhnen von „Plötzlich Fee: Sommernacht“ und „Plötzlich Fee: Winternacht“ heranreicht, ist Autorin Julie Kagawa hier doch erneut ein sehr guter Roman gelungen.

So trifft man als Leser erst einmal zwar auf eine altbekannte Umgebung und oftmals auch altbekannte Figuren, es wird jedoch schnell deutlich, dass die Autorin es schafft hier einen ganz neuen Weg einzuschlagen, sodass meine Befürchtung, es könnte nach bereits vier Bänden in der ersten Serie nicht mehr genug Stoff für eine neue Serie geben, sich schnell in Luft aufgelöst hat.

So bekommt man hier nicht nur erneut Kagawas einfach zauberhaften Schreibstil zu lesen, es gibt auch einen Hauptcharakter, der mich wirklich positiv überrascht hat. Denn mit Ethan hat die Autorin einen vielschichtigen und mir sofort sympathischen Protagonisten erschaffen und mit Kenzie die perfekte Ergänzung dazu. So gegensätzlich diese zwei auf den ersten Blick auch erstmal sind, so großartig passen sie zusammen und an ihrer Seite gibt es hier für den Leser eine spannende und magische neue Reise zurück nach Nimmernie.

Alles in allem gibt es von mir eine dicke Empfehlung für Julie Kagawas „Plötzlich Prinz: Das Erbe der Feen“, denn hier hat die Autorin einmal mehr eine zauberhafte Geschichte geschaffen – auch wenn es durchaus noch Luft nach oben gibt. Ein kleiner Hinweis jedoch noch: Man sollte die „Plötzlich Fee“ Bücher vorher gelesen haben, sonst könnte es einige Verständnisprobleme geben 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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